DOSB-Chef sieht Potenzial in Gefahr

Hörmann: Sporthallen für Flüchtlinge nur übergangsweise

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Ein Bild der letzten Monate: Eine überfüllte Turnhalle.

Köln - Alfons Hörmann fordert, dass die Turnhallen in Deutschland bald wieder für den Sport genutzt werden sollen. Sonst könne sich nicht das "große Potenzial" entfalten.

Alfons Hörmann.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat Bedenken, Sporthallen als dauerhafte Unterkünfte für Flüchtlinge zu nutzen. „Der Sport kann sein großes Potenzial nur dann entfalten, wenn die Sportstätten zur Verfügung stehen, um gemeinsam aktiv Sport zu treiben“, sagte er der Rheinischen Post: „Inakzeptabel wird es dort, wo man entweder leichtfertig den Weg des geringsten Widerstandes geht und einfach die Turnhallen belegt, oder wo man sich keine Gedanken darüber macht, was gesellschaftlich kaputtgehen kann.“

„Wenn sich Menschen nicht mehr in der gewohnten Form bewegen können, wird der Punkt kommen, an dem die Stimmung in den Vereinen und damit auch in den Kommunen kippt“, sagte Hörmann, schränkte aber ein: „Wo humanitäre Not keine andere Wahl zulässt, muss man die Hallen als Unterkünfte nutzen.“ Dies solle aber „zeitlich überschaubar“ sein, betonte der 55-Jährige.

Nach Schätzungen des DOSB werden derzeit bundesweit rund 1000 Turnhallen als provisorische Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt.

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