23:27 - Bad Wildungen verpasst Überraschung

Gute Laune – trotz einer Niederlage: Miranda Robben konnte mit der Leistung ihrer Vipers gegen Leipzig vollauf zufrieden sein. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Lange haben sie an einer Sensation geschnuppert, am Ende hat es nicht gereicht: Die Bad Wildunger Vipers haben gegen Leipzig mit 23:27 (12:11) verloren.

Dabei bot der Aufsteiger eine ganz starke Vorstellung. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, war Trainerin Tessa Bremmer trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung ihres Teams.

Was der Sieg über Koblenz für Kräfte freigesetzt hatte, sahen die Fans in der ersten Hälfte. Die Vipers boten dem Tabellendritten nicht nur Paroli, sie führten teilweise auch mit bis zu vier Toren. Und das völlig verdient. Bad Wildungen zeigte eine ganz andere Körpersprache: Die Spielerinnen kämpften um jeden Ball, pushten sich gegenseitig hoch, standen aggressiv in der Abwehr. Im Angriff spielten die Vipers zwar mit viel Risiko, aber dafür ungemein diszipliniert. Zudem hatte Torhüterin Manuela Brütsch einmal mehr einen starken Tag erwischt, vorne traf wie so oft Laura Vasilescu nach Belieben.

Leipzig dagegen enttäuschte: Den Gästen unterliefen im Aufbau vor allem Mitte der ersten Halbzeit zahlreiche Fehlpässe. So war es kein Wunder, dass sich die Vipers ab dem 6:6 auf 9:6, später auf 12:8 absetzten. Erst als gegen Ende der ersten Halbzeit durch Nadja Bolze und Jana Pollmer zwei freie Bälle verworfen wurden, verkürzten die Gäste zum 12:11.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte ließen die Südwaldeckerinnen nicht nach. Pollmer und Vasilescu warfen eine 14:11-Führung heraus. Dann aber konterte der HCL, der nun Laura Vasilescu kurz decken ließ. Dies schien aufzugehen, denn Leipzig legte eine 17:15-Führung vor. Doch die Vipers kämpften weiter verbissen und gingen ihrerseits beim 20:19 wieder in Front.

Die Entscheidung fiel zehn Minuten vor dem Ende. Die Vipers kassierten eine doppelte Unterzahl, zudem sah Sarah van Gulik ihre dritte Zeitstrafe und musste vom Feld. Leipzig nutzte dies eiskalt, ging mit 24:21 in Führung (56.) und sicherte sich am Ende den Sieg. „Uns ist am Ende die Kraft ausgegangen“, wusste Bremmer, die aber hinzufügte. „Wir gehen nun mit einem guten Gefühl in die spielfreien Wochen.“

Von Thorsten Spohr

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