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25:28 – Die HSG ging baden

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Sprungwurf: In Allensbach erzielte Sabine Kirmse zwei Tore. Die reichten nicht zu einem Punktgewinn. Die HSG verlor mit 25:28. © Foto:  Thomas Scherer

Allensbach. In der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen ließ die HSG Bad Wildungen in Allensbach die Punkte liegen. Das Team von Trainer Gernot Weiss aus Waldeck-Frankenberg unterlag am Bodensee mit 25:28. Zur Pause hatte es noch 13:13 gestanden.

SV Allensbach – HSG Bad Wildungen 28:25 (13:13). Für beide Mannschaften steht zurzeit viel auf dem Spiel. Während die Allensbacherinnen verzweifelt um den Klassenerhalt kämpfen und jeden Punkt dringend benötigen, dürfen die Gäste auf dem Weg in die Aufstiegs-Play-offs „kein einziges Spiel mehr verlieren“, wie HSG-Trainer Gernot Weiss vor der Partie von seinen Spielerinnen gefordert hatte.

Mit diesem Druck kam der SV Allensbach zu Beginn besser zurecht, legte gleich los wie die Feuerwehr und lag nach vier Minuten mit 4:1 in Führung. Auch die wegen der Verletzung von Laura Denk etwas umformierte Abwehr, in der Kathrin Egenhofer aus der zweiten Mannschaft von Beginn an spielte, konnte in dieser Phase über zeugen. Alles erinnerte an den tollen 35:27-Sieg des SVA vor einem knappen Monat gegen Bietigheim-Bissingen, dem Bad Wildunger Konkurrenten im Kampf um einen Play-off-Platz.

Doch die Hessinnen befreiten sich schnell aus ihrer Anfangs-Lethargie und glichen nach acht Minuten zum 4:4 aus. Das Team um Miranda Robben, die Großcousine des Bayern-Fußballers Arjen Robben, hatte nun zu seinem Spiel gefunden und dominierte die Partie.

Mit Anna-Lena Artschwager kam dann über die Mitte aber wieder etwas frischer Wind ins Allensbacher Spiel, so dass die Mannschaft des Trainerduos Sonja Pannach/Jenny Wiedenmaier immer dran blieb. Fast zeit gleich mit der Halbzeitsirene stellte Lena Landenberger, die trotz Sonderbewachung nicht zu bremsen war, per Siebenmeter wieder den Gleichstand her (13:13).

Drei Minuten waren gespielt im zweiten Durchgang, als die SVA-Fans unter den rund 500 Zuschauern die 15:14-Führung ihrer Mannschaft bejubelten und die Riesenberghalle zum Beben brachten. Es ging nun hin und her im ausgeglichenen Duell Auf stiegs- gegen Abstiegskandidat.

Lena Landenberger hätte in der 43. Minute die minutenlange Torflaute auf beiden Seiten beenden können, verfehlte aber vom Siebenmeterpunkt ihr Ziel. Zwei Minuten später machte sie es besser und bezwang HSG-Torfrau Danja Lerch im direkten Duell zum 20:20. Die beiden Kontrahentinnen standen sich kurz darauf erneut direkt gegenüber, und wieder jubelte die Allensbacherin. Beim nächsten Strafwurf versuchte dann Kerstin Keim im Bad Wildunger Kasten ihr Glück gegen Landenberger, scheiterte aber ebenso, so dass es nun 23:21 für den SV Allensbach hieß.

Beier hält Siebenmeter

Als Vanessa Beier im SVA-Tor dann einen Siebenmeter parierte und den wütenden Ansturm der Gäste vorerst stoppte, deutete alles auf einen Allensbacher Sieg hin. Sechs Minuten noch zu spielen, der SV Allensbach in doppelter Unterzahl. Eine Situation, in der das Spiel noch hätte kippen können. Doch der SVA, allen voran Jaqueline Maier mit einem Dreierpack, behielt die Nerven und meisterte diese kritische Phase mit Bravour.

Punkte gegen den Abstieg

Am Ende hieß es 28:25 für die Gastgeberinnen vom Bodensee , die sich zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sicherten. Gästetrainer Gernot Weiss dagegen war restlos bedient, wollte nach dieser Niederlage nichts mehr „von einem Play-off-Platz hören. (bf)

Von Markus Waibel

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