26:24 - Vipers schlagen Berlin

Eine gegen Drei: Nadja Bolze versucht, sich am Kreis gegen drei Berliner Spielerinnen durchzusetzen. Foto: zmp

Bad Wildungen. Die Bad Wildunger Vipers dürften in der Handball-Bundesliga mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Gegen die Berliner Spreefüchse gewannen die Südwaldeckerinnen mit 26:24 (16:14) und haben nun 15 Punkte auf dem Konto.

Ausgelassen feierten Spielerinnen und Fans nach dem Schlusspfiff die beiden Punkte.

800 Zuschauer waren in die Ense-Halle gekommen, um den dritten Heimsieg der laufenden Saison zu sehen. Und die wurden nicht enttäuscht. Sie sahen ein ungemein intensives und spannendes Spiel, in dem der kämpferische Wille der Vipers am Ende zwei Punkte sicherte. „Ich bin richtig stolz auf mein Team, wie es heute aufgetreten ist. Kampfgeist und Teamgeist waren heute entscheidend.“

Im ersten Durchgang entwickelte sich ein zunächst zerfahrenes Spiel. Beide Teams agierten nervös und viele Ballverluste und vergebene Chancen prägten das Spiel. Vor allem den Vipers fehlte in den ersten zehn Minuten die Abgeklärtheit im Angriff, so dass Berlin mit 4:6 in Führung ging (12.).

Doch danach ein anderes Bild: Die Abwehr steigerte sich mitsamt der Torhüterin Manuela Brütsch und gab damit dem Angriff die nötige Sicherheit. Vorne spielten die Vipers in der Folge zeitweise sehr gefällig, vor allem aber - und das war der Unterschied zu den Gästen - ungemein diszipliniert. Bad Wildungen suchte immer wieder die klare Chance und deckte durch das geduldige Spiel immer wieder die Lücken in der Berliner Deckung auf.

Die wusste sich zudem oftmals nur durch Fouls zu helfen und kassierte zahlreiche Siebenmeter, allein acht im ersten Durchgang. Die 16:14-Halbzeitführung war für die Vipers völlig verdient.

Im zweiten Abschnitt wurde es sogar noch besser. Bis zur 43. Minute erspielte sich die HSG eine 22:17-Führung. Doch dann kippte die Partie kurzzeitig. Vor allem die Berliner Umstellung auf eine 5:1-Abwehr stellte die Vipers vor große Probleme. Nach 48 Minuten war beim 22:22 das Spiel wieder völlig offen.

Doch komplett kippte die Partie nicht, denn die Vipers kämpften verbissen um die beiden Punkte. Nadja Bolze (2), Petra Nagy und Sarah van Gulik brachten ihr Team nach einer Auszeit wieder mit vier Toren in Führung. Berlin zog mit zwei vorgezogenen Spielerinnen in der Abwehr die letzte Option, Verlass war aber wieder auf Manuela Brütsch im Tor, die unter anderem zwei Minuten vor dem Ende den Berliner Anschlusstreffer verhinderte. Als diesen auch Laura Steinbach 40 Sekunden vor dem Ende verpasste, konnte die Vipers-Party beginnen. Die Spielerinnen hatten sich diese redlich verdient.

Tore für Bad Wildungen: Vasilescu 12/9, Bolze 5, van Gulik 3/1, Busch 2, Nagy 2, Stockschläder 1, Robben 1.

Von Thorsten Spohr

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