26:39 - Bad Wildunger Vipers brechen nach Wechsel ein

In Schräglage: Vipers-Spielmacherin Sarah van Gulik wird beim Wurf von der Leverkusenerin Jennifer Rode (Dritte von links) gefoult, links ihre Teamkollegin Jenny Karolius, rechts Laura Vasilescu (Vipers). Rode sah für ihre Attacke eine Zeitstrafe. Foto: bf

Bad Wildungen. Im letzten Heimspiel dieser Bundesligasaison musste die HSG Bad Wildungen eine hohe Niederlage einstecken. Nach einer schwachen Leistung im zweiten Durchgang unterlagen die Vipers Bayer Leverkusen mit 26:39 (15:14).

Die Gäste traten in der Ense-Halle ersatzgeschwächt an. Überraschend fehlte neben den ohnehin langzeitverletzten Leistungsträgerinnen auch mit Kim Naidzinavicius (muskuläre Probleme) eine weitere Rückraumspielerin.

Somit rechneten sich die Vipers im letzten Heimspiel durchaus Chancen auf eine Überraschung aus. Doch zu Beginn lief es bei den Bad Wildungerinnen nicht so recht rund. Vor allem im Angriff vergaben die Gastgeberinnen zu viele Chancen, Leverkusen lag mit 3:0 in Führung, ehe Petra Nagy (4.) den ersten Treffer erzielte.

Mehr und mehr rissen die Vipers das Spiel an sich. Vor allem eine taktische Maßnahme zahlte sich zunächst aus: die doppelte kurze Deckung gegen beide halben Rückraumspielerinnen. Damit hatte Leverkusen einige Probleme, Bayer ließ die nötige Bewegung vermissen. Über ein 4:4 und 7:5 gingen die Vipers mit 12:8 (19.) in Führung.

Als auch Gästetrainerin Renate Wolf eine kurze Deckung gegen Laura Vasilescu anordnete, kippte das Spiel wieder, zumal sich bei Bad Wildungen nun wieder große Schwächen in der Chancenverwertung zeigten. Bis zum Seitenwechsel war Leverkusen wieder im Spiel (15:14).

Nach der Pause passierte dann das, wovor Vipers-Trainerin Tessa Bremmer zuvor gewarnt hatte. Bad Wildungen verlor den Faden und spielte Leverkusen in die Karten, denn Bayer bestrafte jeden Fehler konsequent im Tempospiel. Binnen elf Minuten war aus dem 16:14 (31.) der Gastgeberinnen ein 19:25 (42.) geworden - ein 11:3-Lauf für die Werkselfen, die nun mit einer 5:1-Deckung den Vipers sehr viel Probleme bereiteten.

Dagegen fiel den Gastgeberinnen in der Offensive rein gar nichts mehr ein. Das Spiel war viel zu statisch, die Konzentration und die Bewegung ohne Ball fehlten. Fehlwürfe und technische Fehler häuften sich so immer mehr. Leverkusen hatte kaum Probleme, den Vorsprung auf 32:34 (55.) und zum Endstand von 39:26 auszubauen.

Der war am Ende verdient, musste auch Bremmer zugeben. „Die zweite Hälfte war enttäuschend“, sagte die Vipers-Trainerin, für die die Umstellung der Leverkusener Abwehr mit spielentscheidend war. „Da kamen unsere Schwächen deutlich zum Vorschein. Uns haben klar Agressivität und Bewegung ohne Ball im Angriff gefehlt.“

Von Thorsten Spohr

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