Handball-Bundesliga: HSG Bad Wildungen läuft in Trier lange Rückstand hinterher

28:26 - Vipers drehen Spiel

Rückkehrerin: Die Wildungerin Sabine Heusdens griff in Trier nach ihrer Rotsperre erstmals wieder ins Geschehen ein und traf gleich siebenmal. Foto: Eibner

Trier. Nach drei sieglosen Spielen in Folge sind die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bad Wildungen am Samstagabend wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Nach einer dramatischen Schlussphase feierten die Vipers einen 28:26 (14:16)-Erfolg beim Tabellenvorletzten DJK/MJC Trier.

Sie tanzten übers Feld, sangen „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ – wohl wissend, dass es ein glücklicher Erfolg war, den sie gerade eingefahren hatten. 52 Minuten lang hatten die Hessen in Trier in Rückstand gelegen, dann zeigten die Vipers die Zähne und hatten auch das nötige Glück, das den dritten Auswärtssieg der Saison bedeutete.

„Das war ein aufregendes Spiel, wie wir es erwartet haben. Unsere gute Deckungsarbeit hat sich am Ende ausgezahlt – trotz des katastrophalen Anfangs“, sagte HSG-Trainer Markus Berchten. „Bad Wildungen hatte das größere Kämpferherz“, erkannte auch Triers Coach Dago Leukefeld an.

Die HSG, bei der zunächst Esther Meyfarth die verletzte Cristina Mihai ersetzte, hatte allerdings einen klassischen Fehlstart an der Mosel erwischt: Nach zehn Minuten und beim 1:6 musste Trainer Markus Berchten schon seine Auszeit nehmen, beim 1:7 wechselte er die Torfrau und nach dem 1:8 (11.) machte sich diese Maßnahme auch bezahlt.

Julia Gronemann gab den Gästen deutlich mehr Sicherheit als zuvor Petra Diener – und nach zahllosen Angriffsfehlern in der Startphase fanden die Vipers danach zu einer deutlich konzentrierteren Spielweise. Angetrieben von vier Treffern der Ex-Triererin Tessa Cocx war Bad Wildungen beim 11:12 in der 24. Minute wieder im Spiel. Zur Pause war trotz der 16:14-Führung der MJC, bei der Torfrau Sladjana Djeric in den ersten 30 Minuten überragte, für die Hessinnen weiter alles im Rahmen des Möglichen – auch weil sie in der Defensive nun deutlich engagierter zupackten.

Auch als Trier wieder zum 21:17 vorgelegt hatte, zeigte sich schon, dass die HSG mehr Reserven hat. Aber es dauerte bis zur 52. Minute, ehe Miranda Robben per Siebenmeter erstmals der Ausgleich (24:24) gelang – und nur eine Minute später jubelte die HSG über das sechste Tor der starken Sabine Heusdens, das die erste Führung (25:24) bedeutete. Beim 26:24 schien der Trierer Widerstand komplett gebrochen, aber die Gastgeberinnen verkürzten in der Schlussminute noch einmal auf 26:27. Trotz offener Trierer Deckung behielten die Vipers einen kühlen Kopf, verkrafteten sogar die rote Karte gegen Marinda van Cappelle nach der dritten Zeitstrafe (57.)

Tore für Bad Wildungen: Ruta Latakaite 6/2, Sabine Heusdens 7, Tessa Cocx 7, Marinda van Cappelle 2, Miranda Robben 5/2, Annika Busch 1.

Von Frank Mebik

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