29:30 - Kämpfende Vipers verlieren unglücklich

Wurden nach dem Spiel mit viel Applaus verabschiedet: (von links) Petra Nagy, Annika Busch und Nadja Bolze. Foto: malafo

Bad Wildungen. Der erhoffte Heimsieg wurde zwar verpasst, beim 29:30 (15:15) gegen Leverkusen zog sich Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen aber sehr gut aus der Affäre.

Tränen gab es schon vor dem Anpfiff, bei Pechvogel Annika Busch: Die Rechtsaußen, die sich kurz vor ihrem Karriereende einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, durfte noch einmal mit einlaufen und sogar den Anwurf ausführen. Sichtlich gerührt wurde sie lautstark von den Fans gefeiert.

Im Spiel selber lieferten die Vipers den Gästen trotz der großen personellen Probleme, die durch den kurzfristigen Ausfall von Hanne van Rossum noch verstärkt wurden, einen harten Kampf. Die Gastgeberinnen agierten variabel, rissen immer wieder Lücken in die nicht sonderlich sattelfeste Bayer-Abwehr. Die Vipers blieben die gesamten ersten 30 Minuten im Spiel. Fast hätte es sogar zu einer zwei-Tore-Halbzeitführung gereicht, doch in Unterzahl verwarf Laura Vasilescu einen Siebenmeter, mit dem Halbzeitpfiff erzielte Kim Berndt den 15:15-Ausgleich.

Auch im zweiten Durchgang warfen die Bad Wildungerinnen kämpferisch weiter alles die Waagschale, blieben Leverkusen bis zum 23:24 (50.) auf den Fersen und konterte sogar noch einmal eine 26:30-Führung der Gäste. Zu mehr als zum 29:30-Anschlusstreffer reichte es nicht mehr.

Dennoch: Die Leistung des letzten Bad Wildunger Aufgebots war aller Ehren wert - und ein würdiger Rahmen der folgenden Verabschiedung von Nadja Bolze, Petra Nagy (beide Vereinswechsel) und Annika Busch nach dem Spiel. (tsp)

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