32:25 - Vipers beenden schwarze Serie

Spielmacherin in Aktion: Sarah van Gulik (Bad Wildungen) gegen die Koblenzer Deckung, rechts Nadja Bolze. Foto: zmp

Bad Wildungen. Die Bad Wildunger Vipers haben ihre schwarze Serie in der Handball-Bundesliga mit einem dicken Ausrufezeichen beendet.

Nach zuletzt sechs Niederlage in Serien feierte der Aufsteiger im Kellerduell gegen Koblenz der ersehnten Sieg - und wie: 32:25 (16:10) hieß es am Ende. Damit setzten sich die Südwaldeckerinnen wieder von der Abstiegszone ab.

Die größte Überraschung erwartete die Fans schon vor dem Anpfiff. Trainerin Tessa Bremmer tauchte auf dem Spielbericht nicht unter den Offiziellen auf, sondern unter ihrem Mädchennamen Cocx unter den Spielerinnen - elf Monate nach ihrer schwangerschaftsbedingten Pause.

Für den Notfall sollte die erfahrene Niederländerin bereitstehen, was die Bedeutung des Spiels zusätzlich unterstrich. Doch dieser Notfall trat nicht ein. Mit der besten Leistung der vergangenen Wochen, wenn nicht dank der besten Leistung in dieser Saison überhaupt, feierten die Vipers einen echten Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Nur in der Anfangsphase hatten die Gastgeberinnen Probleme, Koblenz lag bis zum 4:3 in Führung. Dann aber steigerte sich die Deckung der Vipers. Die in der 6:0-Formation spielende Defensive nahm Koblenz mehr und mehr den Anfangselan, unterbrach aggressiv stets früh die Aktionen. Besonders Mitte der ersten Hälfte fiel den Gästen spielerisch überhaupt nichts mehr ein. Vom 8:7 bauten die Gastgeberinnen ihre Führung durch einen 8:0-Lauf auf 16:7 aus - dies war quasi bereits die Vorentscheidung.

Denn die Vipers ließen auch im weiteren Spielverlauf nicht nach, spielten hochkonzentriert. Auch direkt nach der Pause: Vom 16:10-Halbzeitstand erhöhten die Bad Wildungerinnen auf 20:10 (34.). Koblenz ließ bereits jetzt merklich die Köpfe hängen, Gegenwehr kam von den Gästen kaum, Trainer Caslav Dincic verfolgte mit versteinerter Miene die an Harmlosigkeit kaum zu überbietende Darbietung seiner Vulkan-Ladies in der Offensive. Bad Wildungen dagegen deckte durch schöne Spielzüge immer wieder Lücken in der Koblenzer Deckung auf.

Am Ende stand ein völlig ungefährdeter 32:25-Sieg, der für grenzenlosen Jubel bei den Vipers und ihrem Anhang sorgte. „Das war heute eine tolle Leistung der Mannschaft“, freute sich auch Tessa Bremmer. Ihr Gegenüber, Caslav Dincic, war dagegen sichtlich angefressen. „Wir haben gegen eine immer stärkere Deckung mehr und mehr den Kopf verloren“, sagte er in der Pressekonferenz, „die ich mir lieber erspart hätte“.

Von Thorsten Spohr

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