Handball-Bundesliga Frauen

Bad Wildunger Vipers in Dortmund beim Topfavoriten gefordert

Gelbe Wand: Den übermächtig erscheinenden Dortmunderinnen wird die Bad Wildunger Rückraumspielerin Munia Smits wie hier beim Freiwurf beim Vorbereitungsturnier in Melsungen auch heute gegenüberstehen.
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Gelbe Wand: Den übermächtig erscheinenden Dortmunderinnen wird die Bad Wildunger Rückraumspielerin Munia Smits wie hier beim Freiwurf beim Vorbereitungsturnier in Melsungen auch heute gegenüberstehen.

Als krasser Außenseiter gastieren die Erstligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen am Mittwoch, 30. Dezember, (19.30 Uhr, Sporthalle Wellinghofen) zum Restart der Bundesliga bei Titeltopfavorit Borussia Dortmund.

Bad Wildungen - „Dortmund ist die Übermannschaft der Liga“, sagt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer über den BVB, der am vergangenen Sonntag mit dem 36:30 (19:12)-Erfolg beim Thüringer HC glänzte. „Sie sind von der Qualität her auf allen Positionen sehr stark besetzt. Ihre absolute Stärke ist der breite Kader, den sonst keine Mannschaft in Deutschland hat“, fügt die Niederländerin an und ist sich sicher, dass die Mannschaft von Trainer André Fuhr Meister werden wird.

Die Chance ihres Teams bei der Borussia etwas zu holen, sieht die 37-Jährige „noch geringer als sonst an“, was sie damit begründet, dass ihr neben der langzeitverletzten portugiesischen Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira (Operation am Syndesmoseband), auch Rückraumspielerin Marieke Blase und Kreisläuferin Maxi Mühlner fehlen. Das Duo befindet sich bis Anfang Januar in Quarantäne, nachdem bei Mühlner ein Coronatest positiv war und die ebenfalls im Abwehrinnenblock einsetzbare Blase wegen eines Coronafalls in ihrem Umfeld als sogenannte Kontaktperson ebenfalls ihre Wohnung nicht verlassen darf. Seit Mühlners positivem Testergebnis am 18. Dezember sind inzwischen alle Vipers-Spielerinnen dreimal negativ getestet worden.

Ohne Druck und Erwartungen

Auch aufgrund ihres derzeit nur zwölfköpfigen Kaders sieht Bremmer die Partie beim Tabellenzweiten als gute Möglichkeit an, „ohne Druck und Erwartungen“ in den Spielrhythmus zurückzufinden. „Dazu hätten wir uns keinen besseren Gegner als Dortmund aussuchen können. Aber wir wollen von denen auch nicht abgeschossen werden“, sagt Bremmer und hofft, dass sich ihr dezimiertes Team bei der Borussia gut aus der Affäre zieht.

Wegen Mühlners Ausfall ist Annika Ingenpaß als einzige Kreisläuferin besonders gefordert und dürfte deshalb in der Abwehr von der routinierten Rückraumlinken Sabine Heusdens ersetzt werden. Auf halb links könnte die wurfstarke Belgierin Munia Smits wieder den Vorzug vor Heusdens und Larissa Platen erhalten, die aufgrund des Fehlens von Da Silva Pereira auch die erste Alternative für Spielmacherin Maxime Struijs ist. „Ich will allen Mädels Einsatzzeiten geben und im Abwehrinnenblock verschiedene Formationen ausprobieren“, sagt Bremmer.

Mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft ist André Fuhr nach acht Siegen in acht Spielen „zufrieden“. Nur das Pokalaus beim 25:26 beim Buxtehuder SV, „wo wir einen Titel liegen gelassen haben“, ärgert den Dortmunder Trainer.

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