Handball-Bundesliga: Bad Wildungen verliert bei Pokalsieger Oldenburg mit 22:28

Ein anständiger Abschied

Kein Durchkommen: Romana Grausenburger kämpft gegen Kim Birke und Wiebke Kethorn. Foto: Eibner
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Kein Durchkommen: Romana Grausenburger kämpft gegen Kim Birke und Wiebke Kethorn.

Bad Wildungen. Die Frauen der HSG Bad Wildungen haben ihren letzten Auftritt in der Handball-Bundesliga mit Anstand über die Bühne gebracht: Beim Tabellenvierten VfL Oldenburg zogen sich die Vipers am Samstag bei ihrer 22:28 (9:13)-Niederlage passabel aus der Affäre.

Trainer Karsten Moos kommentierte den Auftritt an der Nordseeküste dementsprechend positiv. „Wir haben uns gut geschlagen und erhobenen Hauptes aus der Liga verabschiedet.“ Seine Mannschaft habe zwar das Mittwochsspiel in Trier noch in den Knochen gehabt, aber trotzdem nach harten Wochen die letzten physischen und psychischen Reserven noch einmal mobilisiert, um beim amtierenden Pokalsieger eine gute Figur abzugeben.

Über 1200 Zuschauer

Moos’ Team hatte am Samstag vor über 1200 Zuschauern von Beginn an eine engagierte Einstellung an den Tag gelegt, war aber bis zur Halbzeit mit 9:13 in Rückstand gelegen, weil nach vorn einige Abschlüsse viel zu früh kamen und Oldenburg, wenn möglich, seine Stärken im Gegenstoß ausspielte. Dass der Rückstand trotzdem in Grenzen blieb, war auch der starken Leistung von Torfrau Manuela Brütsch geschuldet, die hielt, was zu halten war.

Im zweiten Durchgang durften die Vipers-Fans bis zum Stand von 22:20 für die Gastgeber (51.) noch auf den dritten Saisonsieg ihrer Lieblinge hoffen. Doch daraus wurde nichts, weil Oldenburg wie bei seinem 29:27-Sieg im Hinspiel letztlich in allen Belangen einen Tick besser war.

Als positiver Eindruck aus Sicht der Vipers blieb, dass einige Spielerinnen überzeugten, die auch in der nächsten Spielzeit das HSG-Trikot tragen werden. Neben Torfrau Brütsch zum Beispiel die treffsichere Kreisläuferin Tessa Cocx oder Linkshänderin Romana Grausenburger, die mittlerweile auch stets für Treffer aus dem rechten Rückraum gut ist.

Training dreimal wöchentlich

Eine Art Saisonabschluss-Party hatte der Vipers-Tross nach der Rückkehr nach Nordhessen nicht geplant. Warum auch, denn nach zwei Wochen wohlverdientem Urlaub wird das Moos-Team wieder dreimal wöchentlich trainieren. Torfrau Julia Gronemann (zukünftig Buxtehuder SV), Sabine Heusdens (zum Zweitligisten Rosengarten/Buchholz), Kreisläuferin Theresa Lolla (kehrt zu den Füchsen Berlin zurück) und Alina Otto werden dann wohl wieder dabei sein.

Die 17-jährige Alina Otto schnupperte bei ihrem zwölfminütigen Einsatz an der Atmosphäre ihrer zukünftigen Oldenburger Wirkungsstätte. (ppp)

Von Peter Pfeiffer

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