Handball-Bundesliga: Bad Wildungen verliert in Blomberg – Vasilescu meldet sich ab

Nur ein Aufbaugegner

Kaum ein Durchkommen: Ramona Grausenburger (Bad Wildungen) wird auf unserem Bild von Caroline Thomas (links) und Xenia Smits gestoppt. Foto: Eibner

Blomberg. Die Bad Wildunger Vipers haben in der Handball-Bundesliga der Frauen die erwartete Niederlage einstecken müssen. Bei der HSG Blomberg-Lippe unterlagen die Südwaldeckerinnen gestern mit 18:32 (10:14). Dabei zeigte sich: Mit dem verbliebenen Personal ist der Tabellenletzte nur noch ein Aufbaugegner. Das, was sich noch auf das Feld der Blomberger Halle begab, war nicht mehr als eine Rumpftruppe.

Dass Cristina Mihai (Wechsel nach Kirchhof) und Rebeca Cembranos-Bruzon (nach Neustadt) nicht mehr dabei sein würden, war klar. Allerdings fehlte auch noch Laura Vasilescu. Die Rumänin soll sich abgemeldet haben, mit welchem Ziel, dazu konnte und wollte wie so oft keiner der Verantwortlichen etwas sagen.

Ganze zehn Spielerinnen, darunter zwei Torhüterinnen und zwei A-Jugendliche, standen Trainer Karsten Moos noch zur Verfügung, der Annika Busch auf der halbrechten Position spielen ließ sowie Tessa Cocx auf der Mitte.

Schnell lagen die Vipers mit 0:4 hinten. Vor allem im gebundenen Spiel hatten die Gäste wie erwartet Probleme, gefährlich wurde es nur durch Einzelaktionen. Nur der im ersten Abschnitt ordentlichen Abwehr sowie einer starken Julia Gronemann im Tor war es zu verdanken, dass die Gäste nicht schon im ersten Abschnitt hoffnungslos in Rückstand lagen. „Wir haben uns gut verkauft“, war Moss mit der Vorstellung seines Teams in den ersten 30 Minuten nicht unzufrieden.

Im zweiten Durchgang änderte sich das schnell. Den Spielerinnen ging mehr und mehr die Puste aus, die Folge waren unzählige technische Fehler, Pässe ins Nichts und Fangfehler. Spielerisch lief kaum noch etwas zusammen. Blomberg baute die Führung bis zur 41. Minute auf 20:11 aus und ließ dabei sogar noch zahlreiche gute Chancen liegen. Gut bei den Gastgeberinnen agierte Xenia Smits: Die ehemalige Bad Wildungerin ist mit 18 Jahren zu einer gestandenen Bundesligaspielerin geworden. Auch Kreisläuferin Caroline Thomas und Rückraumspielerin Ann-Cathrin Kamann hinterließen einen guten Eindruck.

Der Rest des Spiels geriet zu einem Schaulaufen der Blombergerinnen, bei denen sich jede Feldspielerin in die Torschützenliste eintrug. Es passte ins Bild, dass auf der Gegenseite Miranda Robben nach dem Schlusspfiff den insgesamt vierten Siebenmeter verwarf.

„Der Blomberger Sieg ist auch in der Höhe verdient. Immerhin haben wir uns in der ersten Hälfte noch ganz gut verkauft. In der zweiten Halbzeit hat der Mannschaft die Energie gefehlt“, kommentierte Karsten Moos die 60 Minuten. (ppp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.