1. Handball-Bundesliga, Frauen: Aufpassen auf Loerper

Bad Wildungen empfängt Geheimfavorit Metzingen

Keine Lücken, bitte: Gegen Metzingen dürfen Petra Nagy (links) und Sarah van Gulik (rechts) ihren Gegenspielerinnen nicht so viel Platz lassen, wie auf diesem Bild der Oldenburgerin Julia Wenzl. Hinten im Vipers-Tor: Manuela Brütsch. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Noch zwei Spiele, dann geht es für die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bad Wildungen in die WM-Pause. Die haben es aber in sich: Während am 22. November die Reise zu den Füchsen Berlin auf dem Programm steht, wartet an diesem Samstag der Tabellenfünfte TuS Metzingen auf die HSG. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Ense-Sporthalle.

„Ein unangenehmer Gegner“, weiß Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. Denn die „TusSies“ galten vor der Saison als Geheimfavorit und haben im Sommer einige Verstärkungen an Land gezogen – angeführt von der deutschen Nationalspielerin Anna Loerper, die aus Oldenburg nach Süddeutschland wechselte. Gerade vor Loerper hat Tessa Bremmer eine Menge Respekt. „Sie ist die entscheidende Spielerin. Sie geht gerade zum Tor und setzt auch immer wieder ihre Mitspielerinnen ein.“ So wie zum Beispiel auf der linken Rückraumseite Shenia Minevskaja, eine laut Bremmer echte Shooterin.

Viel Arbeit wird da auf die Bad Wildunger Defensive zukommen. Bremmer macht sich da aber keine Sorgen, dass die Vipers von Metzingen vorgeführt werden. „Mit unserer Abwehrleitung bin ich eigentlich zufrieden“, sagt die Trainerin. „Wir stehen in der Abwehr stabil und aggressiv.“

Der große Schwachpunkt der Bad Wildungerinnen ist allerdings nach wie vor der Angriff – und deswegen fangen sich die Südwaldeckerinnen nach Fehlern immer wieder Gegentreffer durch Tempogegenstöße. „Hier müssen wir uns steigern“, fordert Bremmer. Das ist schon gegen Metzingen notwendig, denn die „TusSies“ laufen über beide Außenspielerinnen schnelle Angriffe.

Wichtig wird sein, dass die Vipers-Spielerinnen aber auch den Kampf annehmen und damit spricht Bremmer einmal mehr den Punkt „Einstellung“ an. Denn damit war die Trainerin auch im Pokalspiel gegen Oldenburg nicht sonderlich zufrieden. Wie schon bei der Liga-Niederlage gegen die Norddeutschen ließen die Vipers schnell die Köpfe hängen. Bremmer weiß, dass ihr Team es gegen Spitzenvereine schwer haben wird, sagt aber auch: „Man kann immer 100 Prozent geben. Das muss sich bei uns ändern, sonst wird es schwer.“ Zumal Bremmer bekanntlich den Nachteil hat, wegen des kleinen Kaders kaum reagieren zu können, wenn eine Spielerin in Sachen Einstellung deutlich abfällt.

Personell hat Bremmer alle Spielerinnen an Bord. Die Trainerin wird Stand jetzt ebenfalls auf der Bank sitzen, auch wenn der Geburtstermin ihres Kindes näher rückt. Fällt Bremmer aus, wird Torwarttrainer Zoltan Bartalos wie abgesprochen die Betreuung des Teams übernehmen. (tsp)

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