1. Handball-Bundesliga: Bad Wildunger Vipers verlieren unglücklich gegen Weibern

Ausgerechnet Willimann

Enttäuscht trotz einer starken Leistung: Alina Otto. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Bis zum Umfallen gekämpft und trotzdem knapp verloren: Die HSG Bad Wildungen musste in der Handball-Bundesliga die nächste Niederlage einstecken. Gegen Aufsteiger Koblenz/Weibern unterlagen die Vipers mit 24:25 – den glücklichen Siegtreffer für die Gäste erzielte ausgerechnet die ehemalige Bad Wildungerin Andrea Willimann in der Schlusssekunde.

Die Niederlage war nicht nur vom Zeitpunkt des Siegtreffers unglücklich, sie war auch unverdient. Denn die Vipers zeigten vor 520 Zuschauern eine vor allem kämpferisch starke Leistung und hielten die Partie trotz der personellen Vorzeichen stets offen.

Selbstvertrauen holte sich Bad Wildungen dank einer sicher stehenden Abwehr, die die über weite Strecken ideenlose Gäste nie wirklich in Bedrängnis bringen konnten.

Dass Bad Wildungen auch im Angriff Akzente setzen konnte, hatten sich die Gäste selber zuzuschreiben. Völlig unverständlich bedachte Weiberns Trainerin Ildiko Barna Sabine Heusdens nicht mit einer kurzen Deckung, somit lief das Bad Wildunger Angriffsspiel überraschend ordentlich. Gut fügte sich die junge Alina Otto ein, die ab der zehnten Minute für Tessa Cocx auf der Spielmacherposition agierte – die Holländerin wechselte für die schwache Theresa Loll an den Kreis.

Beim 8:8 durch Miranda Robben gelang erstmals der Ausgleich, Robben war es auch, die von Linksaußen die Vipers beim 12:11 erstmals in Führung brachte. Ein Siebenmeter von Tessa Cocx sicherte das 13:12 zur Pause, das die Fans bereits frenetisch feierten.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst nur wenig. Beim 19:17 (45.) durch Miranda Robben, die sich nun als Spielmacherin beweisen durfte, betrug der Vorsprung erstmals zwei Tore für die bis zum Umfallen kämpfenden Vipers. Als die Holländerin sogar das 20:17 nachlegte, roch es sogar nach einer Überraschung (46.), zumal fünf Minuten später die HSG den Vorsprung auf 22:18 ausbaute, Sabine Heusdens traf.

Erst jetzt reagierte Barna und deckte Heusdens und Robben kurz. Eine Maßnahme, die gerade noch rechtzeitig kam und schnell den gewünschten Erfolg zeigte. Weibern kam binnen kürzester Zeit wieder auf 22:21 heran (56.) und Eva Frank gelang beim 23:23 (58.) der Ausgleich. Das Spiel wurde jetzt dramatisch: Beim 24:24 kam Weibern noch einmal in Ballbesitz, schien aber den Sieg verspielt zu haben, als ein Wurf in der Vipers-Abwehr landete. Doch der Abpraller kam zu Andrea Willimann, deren Treffer Weibern jubeln ließ. „Das tut schon extrem weh“, sagte ein enttäuschter Trainer Karsten Moos. Er fügte aber auch hinzu: „Wir können stolz sein, was wir als Mannschaft geleistet haben.“ (tsp)

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