HSG Bad Wildungen steckt tief im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga 

Spielvogel verlängert ihren Vertrag bei den Vipers - Frankova verlässt Verein

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Trotz Abstiegskampf bei der HSG Bad Wildungen: Anna-Maria Spielvogel (rechts) verlängerte jetzt ihren Vertrag bei den Vipers.

In Bad Wildungen verlängert Anna-Maria Spielvogel ihrenVertrag bei den Vipers. Dagegen trägt Anna Frankova nicht länger das Wildunger Trikot. „Ihr Engagement bei den Vipers sei beendet, erklärte der Verein auf seiner Facebookseite.

Trotz oder gerade wegen des Abstiegskampfes: Mit ihrer Vertragsverlängerung bei Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen setzt Anna-Maria Spielvogel ein starkes Zeichen.  

Das neue Jahr war bisher kein frohes für die Handballfrauen der HSG Bad Wildungen. Nach dem 20:26 jüngst im Kellerduell gegen Aufsteiger Mainz kreist das Abstiegsgespenst noch tiefer über der Kurstadt. Die aktuelle Pause in der ersten Bundesliga – am Mittwoch, 15. Januar, geht es in Oldenburg weiter – nutzten die Vipers, um personell wieder etwas zu klären.

Anna-Maria Spielvogel wird weiter Teil des Bad Wildungers Kaders sein; auch über das Saisonende hinaus. Die kampfstarke Linksaußen-Spielerin geht voran und verlängerte ihren Vertrag um ein Jahr. Ob er auch im Falle eines Abstiegs gilt, teilte der Verein nicht mit.

Spielvogel zählt zu den Stützen des Teams; mit ihrer bedingungslosen Kampfbereitschaft geht die 22-Jährige vor allem in der Abwehr immer wieder voran und reißt die Mannschaft mit vielen Ballgewinnen ein ums andere Mal mit. „In der bisherigen Saison hat sie sich zu einer echten Führungsspielerin im Team entwickelt und bereichert die Mannschaft als absoluter Teamplayer“, heißt es in der Pressemitteilung der HSG.

Der gehörte Spielvogel bereits im Jahr 2011 an. Damals wechselte sie von ihrem Heimatverein HSG Kahl/Kleinostheim in das Handball-Leistungszentrum. Ein Jahr später führte sie ihr Weg nach Leverkusen, wo Anna eine sehr erfolgreiche Zeit in den Jugendmannschaften der Werkselfen erlebte und erste Erfahrungen in der Bundesliga sammelte. Vor dem Wechsel 2017 nach Bad Wildungen war „Spieli“ noch ein Jahr für den HC Rödertal aktiv.

Seitdem die ballhungrige Rechtshänderin, die bisher 20 Saisontore erzielte, den Vipers angehört, hat sie eine stetige Weiterentwicklung vollzogen, wie ihre Trainerin Tessa Bremmer beschreibt: „Spieli ist das beste Beispiel dafür, dass man mit harter Arbeit und einer super Einstellung viel erreichen kann. Vor allem im letzten halben Jahr hat sie nochmal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.“

Das sieht Spielvogel ganz ähnlich: „Nach meiner jüngsten Entwicklung war es für mich die logische Konsequenz, dass ich weiter für die Vipers spielen möchte. Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit hier, in der es jetzt erst einmal gilt, sich auf den Klassenverbleib zu fokussieren.“

Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel hat höchsten Respekt vor der Entscheidung der Linksaußen in der aktuellen Lage: „Spieli hat eine absolute Vorbildfunktion. Wie sie Beruf und Sport unter einen Hut bekommt ist beeindruckend. Ich bin unglaublich froh darüber, dass sie uns auch in der nächsten Saison mit ihrem Kampfgeist erhalten bleibt.“

Frankova verlässt Vipers 

Die tschechische Rechtsaußen Anna Frankova hatte in den Spielen nach Weihnachten bereits gefehlt, weil sie aus vereinsinternen Gründen suspendiert worden war. Offenbar hat sie sich ein gröberes Fehlverhalten geleistet. Detailliert äußern sich Verein und Spielerin dazu nicht. Die HSG und Frankova unterschrieben einen Auflösungsvertrag. „Es war kein einfacher Prozess. Letztlich sind wir, vor allem auch im Hinblick auf die Mannschaft, zu dieser Lösung gekommen“, sagt Geschäftsführer Uwe Gimpel. Als Frankova-Ersatz wurde Miranda Schmidt-Robben reaktiviert.     red

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