1. Handball-Bundesliga, Frauen: Bartalos’ Traum wird wahr

Bad Wildungen holt in Berlin weiteren Auswärtssieg

Jubel-Selfie vor der Anzeigetafel: Betreuer Thomas Schmidt (vorne) mit Trainer Zoltan Bartalos (dahinter) und den ausgelassen feiernden Spielerinnen. Foto: nh

Berlin. Zoltan Bartalos hatte im Vorfeld bereits von einem Sieg geträumt. „23:19 hatten wir da in Berlin gewonnen“, so der Interimstrainer der HSG Bad Wildungen. Am Ende wurde es zwar deutlich knapper, aber das war allen im Vipers-Lager egal.

24:23 (14:10) hieß es am Ende bei den Spreefüxxen Berlin und klar ist eines: Der Traum vom Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga der Frauen nimmt dank des dritten Auswärtssieges immer mehr Konturen an.

Wie erhofft, gab eine engagierte Abwehrleistung der Bad Wildungerinnen den Ausschlag. „Da hat meine Mannschaft unglaublichen Kampfgeist gezeigt. Das war Wahnsinn“, lobte Bartalos seine Spielerinnen, die die erfahrenen und gefürchteten Spreefüxxe wie Laura Steinbach, Christine Beier oder Nathalie Augsburg über weite Strecken des Spiels ausschalten konnten.

Dazu stand mit Manuela Brütsch eine glänzend aufgelegte Torhüterin zwischen den Pfosten, die immer wieder schnelle Gegenstöße einleitete, bei deren Verwertung sich vor allem Annika Busch hervortat, die sieben Tore erzielte. Busch war es auch, die am Ende den Sieg sicherte. Denn Berlin war eine Minute vor dem Ende gefährlich nahe gekommen und Bad Wildungen musste nach einer Zeitstrafe gegen Laura Vasilescu in Unterzahl spielen. Sechs Sekunden vor dem Ende kamen die Gastgeberinnen noch einmal in Ballbesitz, doch Annika Busch fing einen Tempogegenstoßpass ab – und die Vipers-Party konnte beginnen. „Das war sehr schön, richtig emotional“, berichtete Bartalos.

Der hob auch eine deutliche Steigerung seiner Vipers im Positionsangriff hervor. „Da haben wir einige schöne Tore nach tollen Spielzügen erzielt“, so der Trainer. Ein Sonderlob bekam die achtfache Torschützin Laura Vasilescu. „Sie hat sich endlich wieder getraut, auch mal aus dem Rückraum zu werfen. Das brauchen wir, damit sich auch die Räume für unsere Kreisläuferin öffnen“, so Bartalos. Diese Räume nutzte dann auch Nadja Bolze, die fünf wichtige Treffer für Bad Wildungen erzielte.

Klar ist: Mit nun 7:11 Punkten liegt der Aufsteiger vor der nun beginnenden WM-Pause voll im Soll, wobei auffällt, dass die Vipers ihre Punkte alle gegen Gegner auf Augenhöhe gesammelt haben. Oder anders formuliert: Bad Wildungen war immer dann auf den Punkt fit, wenn es wirklich darauf ankam. „Das ist eine gute Bilanz“, weiß auch Bartalos, der auch schon ein wenig in die Zukunft blickt: „Wenn wir die ersten Spiele im Januar gegen Celle und in Trier gewinnen, haben wir eine sehr gute Ausgangsposition für die Rückrunde.“

Nun steht den Spielerinnen erstmal eine Woche Urlaub bevor– die haben sich die Vipers auch verdient. Im Dezember geht es dann mit der Vorbereitung auf die Restrunde weiter. (tsp)

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