1. Handball-Bundesliga, Frauen: „Bis zum Schluss gekämpft“

Vipers unterliegen Metzingen im Heimspiel mit 19:24

Erzielte gestern gegen Metzingen drei Treffer für die Vipers: Nadja Bolze. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Die HSG Bad Wildungen hat im vierten Heimspiel der Handball-Bundesligasaison erwartungsgemäß eine Niederlage kassiert. Gegen den Geheimfavoriten TuS Metzingen unterlagen die Vipers mit 19:24 (11:14), schlugen sich dabei aber über weite Strecken mehr als achtbar.

Sarah van Gulik hatte in der ersten Minute zum 1:0 getroffen, doch dann schien der favorisierte Gast den Turbo angeworfen zu haben und ging mit 3:1 (5.) sowie 4:2 (6.) in Führung. Dann ging ein Ruck durch die Mannschaft der Gastgeberinnen, deren 6:0-Abwehr jetzt sehr sicher stand. Kreisläuferin Nadja Bolze, van Gulik, Annika Busch und Johanna Stockschläder sowie noch einmal van Gulik warfen eine 7:4-Führung heraus (11.). Metzingen wirkte zu diesem Zeitpunkt nervös, fand dann aber schnell wieder ins Spiel und schaffte durch Nationalspielerin Shenia Minevskaja den 8:8-Ausgleich (17.).

Daraufhin nahm Zoltan Bartalos, der die hochschwangere Tessa Bremmer erstmals als Chefcoach vertrat, die erste Auszeit (18.). Mit Erfolg: Denn Annika Busch sorgte mit zwei gekonnten Hebern für die erneute 10:8-Führung der Vipers (21.). Minevskajas 10:9 beantwortete Busch mit dem 11:9 (22.). Doch dann hatten die Vipers fürs erste ihr Pulver verschossen, kassierten das 11:11 (27.) und nach einer Zweiminutenstrafe gegen Nagy sicherten Minevskaja und Beddies einen 11:13-Rückstand.

In der zweiten Halbzeit begann die Metzinger Abwehr wesentlich aggressiver und war fast undurchdringbar: Die Vipers produzierten hingegen viele technische Fehler und Fehlwürfe und luden den Gast förmlich zu Gegenstößen ein. So deutete vieles nach dem 12:20 (41.) auf eine sehr hohe Niederlage der Gastgeberinnen hin. Das erste Feldtor gelang der HSG erst nach 46 Minuten zum 15:20 durch van Gulik. Vorher hatte Vasilescu, die bei den Siebenmetern sehr sicher wirkte, ihre Mannschaft mit drei Strafstößen im Spiel gehalten. Außerdem bekam Torfrau Manuela Brütsch jetzt einige Bälle zu halten.

Nach dem 15:21 (48.) trafen Bolze und Vasilescu zum 17:21 (49.). Es hätte also noch einmal richtig eng werden können für Metzingen, doch Bolze (2) und van Gulik scheiterten an der holländischen Nationaltorfrau Jankovic, Vasilescu traf nur den Pfosten. Somit war die Partie nach dem 17:23 (55.) so gut wie gelaufen. Das letzte Tor der Vipers erzielte Rückraumspielern Jana Pollmer, den allerletzten Treffer der Partie Nationalspielerin Anna Loerper. „Wir haben in der Abwehr stark gespielt und bis zum Schluss gekämpft, da ziehe ich den Hut vor den Mädels. Wenn wir so in Berlin in der Abwehr spielen, haben wir eine Chance“, sagte Coach Bartalos.

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