Handball-Bundesliga: Bad Wildunger Rückraumspielerin von dauernden Knieproblemen geplagt

Bitter auch für die Vipers: Lisa-Marie Preis muss ihre Karriere beenden

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Kein Rückkehr aufs Parkett: Lisa-Marie Preis – hier gegen die Göppinge rin Alexandra Sviridenko – muss ihre Handball-Karriere beenden.

Bad Wildungen. Bittere Nachricht für Lisa-Marie Preis: Die Rückraumspielerin der HSG Bad Wildungen Vipers muss ihre Karriere nach Mitteilung ihres Vereins beenden.

Grund sind laut einer Pressemitteilung des Handball-Erstligisten vom Freitag anhaltende Knieprobleme, die sich trotz intensiver Reha und Vorbereitungsphase nicht verbessert hätten. Preis wird folglich bei der Saisoneröffnung an diesem Samstag in der Ense-Halle (15 Uhr) nicht mehr für die Vipers auflaufen, für die sie seit zwei Jahren spielt.

Bereits in der vergangenen Saison fehlte Preis ihrem Team lange wegen einer Knie-OP. Nach Reha und intensivem Aufbautraining schien die Linkshänderin bereit für ihr Comeback zu sein, doch die Beschwerden im operierten Knie kehrten zurück. Nach einigen Untersuchungen und vielen Gesprächen mit den Ärzten war das Ergebnis laut Verein: „Der Zustand des Knies hält der Belastung einer leistungssportlichen Handballkarriere nicht mehr stand.“

Für Preis ist der Schritt, ihre Karriere zu beenden, eine Entscheidung der Vernunft: „Handball hat mich mein ganzes Leben begleitet. Ich bin absolut noch nicht bereit damit aufzuhören. Mein Herz möchte, ich möchte, aber mein Körper kann nicht mehr. Somit bleibt mir leider keine andere Wahl“, sagte sie.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer zeigte sich betroffen. „Es ist sehr tapfer von Lisa, diese Entscheidung zu treffen. Wenn der Körper nicht mehr im Stande ist, die Sportart, die man liebt, auszuführen, ist dies die einzig vernünftige Entscheidung.“

Lisa werde der Mannschaft mit ihrer stets positiven und fröhlichen Art sehr fehlen, so die Trainerin: „Aber ich bin mir sicher, dass sie das Team vor Ort unterstützen wird und wir sie noch oft in der Ense-Halle begrüßen dürfen.“

Durch das Karriere-Aus der 29-Jährigen steht den Vipers ab jetzt allein die 18 Jahre alte Jana Scheib etatmäßig als Spielerin für den rechten Rückraum zur Verfügung. Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel plant jedoch keine spontane Nachverpflichtung. „Aufgrund des Wissens über das mögliche Risiko bei Lisa, ob es ein erfolgreiches Comeback geben wird, haben wir bei unserer Kaderplanung bewusst den Rückraum verstärkt und können diesen Verlust nun bestmöglich auffangen“, sagte er.

Mit Vanessa Magg und Maria Pereira habe die HSG Spielerinnen verpflichtet, die bereits im rechten Rückraum gespielt hätten. „Dementsprechend sind wir trotz dieses Rückschlags in der Lage, die entstandene Lücke zu schließen. Für Lisa tut es mir natürlich sehr Leid“, betonte Gimpel. Die offizielle Verabschiedung der Spielerin wird zum Bundesliga-Auftakt am 7. September im Heimspiel gegen den Buxtehuder SV erfolgen.  red/nh 

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