Handball-Bundesliga, Frauen: Bad Wildungen steht vor Kellerduell gegen Koblenz

Bremmer: Alles oder nichts

Sie zeigte zuletzt beim Thüringer HC eine ordentliche Leistung: Jana Pollmer, Rückraumspielerin der HSG Bad Wildungen. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. „Alles oder nichts“ – diese Aussage fällt immer wieder, wenn Tessa Bremmer über das nächste Spiel ihrer Vipers spricht. Denn das ist richtungsweisend, ein echtes Schlüsselspiel im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga. Am Samstag ab 19 Uhr sind die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern zu Gast.

Die Ausgangslage ist einfach beschrieben. Mit einem Sieg würden die Vipers weiterhin einen beruhigenden Abstand zur Abstiegszone und auch zum Gegner halten. Bei einer Niederlage – es wäre die siebte in Folge – würde Koblenz dagegen nach Punkten mit der HSG gleichziehen. „Das wollen wir unbedingt vermeiden. Wir müssen kämpfen“, unterstreicht die Vipers-Trainerin. Und sie schiebt wieder hinterher: „Es geht um alles oder nichts.“

Auch wenn ihre Mannschaft zuletzt zwei hohe Niederlagen einstecken musste – 32:38 in Oldenburg und 22:37 beim Thüringer HC – ist die Stimmungslage überraschend gut. Auf Punkte bei den Spitzenteams hatte man ohnehin nicht wirklich gehofft, dafür hatten sich die Vipers zum Beispiel in Bad Langensalza ganz andere Ziele gesetzt.

„Wir wollten mit mehr Mut in die Lücken gehen, die Außenspielerinnen sollten sich mehr ins Spiel einbinden, die Abwehr sollte wieder frühzeitig unterbinden“, verrät Bremmer und fügt hinzu. „Das sah gut aus, da haben wir wieder einen Schritt nach vorn gemacht.“

Lob für Pollmer

Das macht die Vipers-Trainerin am Beispiel Jana Pollmers deutlich, die beim THC sechs Tore erzielte. „Jana ist bereit. Es gibt mir Vertrauen, dass ich sie jederzeit bringen kann“, so Bremmer, die davon überzeugt ist, dass sich die Rückraumspielerin aus ihrem Tief herausgearbeitet hat. An Koblenz hat Pollmer übrigens gute Erinnerungen, beim 29:28-Hinspielsieg im September gehörte sie zu den Erfolgsgaranten der Vipers.

Koblenz schätzt Bremmer als einen Gegner auf Augenhöhe ein und setzt auf den Heimvorteil in der Ense-Sporthalle. „Ich hoffe, dass uns wieder viele Fans nach vorn peitschen werden.“ Beim Videostudium hat die Trainerin einige Anknüpfungspunkte für ihr Team erkannt. „Wir wissen, wo unsere Chancen liegen“, sagt Bremmer, die sich allerdings in Punkto Taktik nicht in die Karten schauen lassen will.

Personell haben die Vipers alle Spielerinnen an Bord, auch wenn Petra Nagy (umgeknickt) und Nadja Bolze (Pferdekuss) angeschlagen vom Spiel beim Thüringer HC zurückkehrten. Bremmer ist sicher, dass beide spielen werden. „Da muss man auch mal ein paar Schmerzen aushalten“, fordert die Trainerin. Warum ist klar: „Samstag geht es ja um alles oder nichts.“

Von Thorsten Spohr

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