HANDBALL Trainerin Bremmer erwartet eine Reaktion

Bundesligist HSG Bad Wildungen peilt in Metzingen Wiedergutmachung an

In Metzingen gefordert: Anna-Maria Spielvogel (rechts), die hier, beobachtet von Maxi Mühlner (Zweite von links), gegen die Bensheimerinnen Ines Ivancok (links) und Lisa Friedberger frei zum Wurf kommt.
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In Metzingen gefordert: Anna-Maria Spielvogel (rechts), die hier, beobachtet von Maxi Mühlner (Zweite von links), gegen die Bensheimerinnen Ines Ivancok (links) und Lisa Friedberger frei zum Wurf kommt.

Als „klarer Außenseiter“, so Trainerin Tessa Bremmer, gastiert die HSG Bad Wildungen am Samstag 10. April (19.30 Uhr, Öschhalle) bei der TuS Metzingen.

Bad Wildungen - Dabei erwartet die niederländische Trainerin im Spiel des Tabellen-Zwölften beim Fünften von ihrer Mannschaft nach der blamablen Leistung bei der 23:28 (7:16)-Niederlage gegen den SV Union Halle-Neustadt eine Reaktion.

Die hatte die 37-Jährige nach dem Offenbarungseid am Ostersamstag selbst gezeigt, als sie die Erstligahandballerinen tags darauf im Bad Wildunger Stadion antreten ließ „und wir das Spiel in Bewegung ausdiskutiert haben“, wie Bremmers nette Umschreibung für das Straftraining der Vipers, die das nachholen durften, „was sie im Spiel nicht gelaufen sind“, lautet.

Dass die HSG den Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt der Saison im Gegensatz zu vielen vorherigen Spielzeiten faktisch bereits sicher hat, „ist für uns eine Luxus- und eine komplett neue Situation. Damit müssen wir lernen umzugehen und die Anspannung trotzdem hochhalten“, fordert Bremmer, nachdem ihr Team gegen Halle den Eindruck vermittelte, dass die Luft bei den Vipers raus ist „und wir so gefühlt immer einen Schritt zu wenig gemacht haben“.

Nicht reden, machen

Nicht reden, sondern machen, lautet nun das Motto der ehrgeizigen Trainerin, nachdem die Mannschaft die Situation reflektiert habe „und viel Selbstkritik gezeigt hat“. Insofern ähnelt die Ausgangssituation der Vipers vor der Partie bei den TuSsies jener vor dem Hinspiel, das die HSG am 13. Januar gegen die Mannschaft von Trainerin Edina Rott trotz der überragenden Torfrau Manuela Brütsch (14 Paraden) und der Halbrechten Jana Scheib (zehn Treffer) mit 24:29 (10:14) verlor. Trotz der Niederlage hatte Bad Wildungen damals von der Leistung her, wie auch da schon von Bremmer gefordert, erfolgreich Wiedergutmachung für das 22:36 vier Tage zuvor bei der HSG Blomberg-Lippe geleistet. Auf eine zumindest ähnliche Vorstellung hofft die Wildunger Trainerin nun auch.

„Im Hinspiel hat uns Metzingens zweite gute Reihe das Genick gebrochen“, sagt Bremmer in Anspielung auf die je fünf Tore von Katarina Pandza und Anna Albek, während die Vipers die gefährlichen Außen Bo van Wetering und Marlene Zapf gut im Griff hatten. Letzteres war ein Verdienst von Rechtsaußen Kira Schnack und der sich zuletzt im Formtief befindenden Anna-Maria Spielvogel.

Trotz der zuletzt starken Leistungen von Aushilfe Miranda Schmidt-Robben will Bremmer auf der Linksaußenposition weiter auf Spielvogel setzen, obwohl sie sagt, „dass ich ‘Spielie´ mittlerweile als gestandene Spielerin ansehe und deshalb meine Erwartungen an sie höher sind.“

Brütsch und Scheib gesetzt

Neben der 23-Jährigen sind bei Bremmer gegen die TuS nur noch Brütsch und Scheib, aber nicht mehr Spielmacherin Maxime Struijs gesetzt, während die 37-Jährige ihre restliche Aufstellung von den „Trainingsleistungen“ abhängig machen will. „Metzingen ist extrem ausgeglichen besetzt und hat sich als Mannschaft gefunden. Aber wir haben keinen Druck und nichts zu verlieren“, sagt Bremmer. Die HSG-Trainerin hofft darauf, dass die Vipers ihr Potenzial wieder abrufen.

„Bad Wildungen ist eine sehr unangenehme Mannschaft. Wir müssen schon aufpassen und werden auch nicht arrogant gegen sie auftreten, denn wir wollen die zwei Punkte holen“, sagt Edina Rott. Bei diesem Unterfangen kann die Metzinger Trainerin wieder auf Spielmacherin Silje Brons Petersen zurückgreifen. (Jürgen Heide)

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