Handball-Bundesliga, Frauen: HSG Bad Wildungen empfängt am Sonntag Blomberg

Bremmer: Geduldig spielen

Auf der Suche nach der Leichtigkeit: Gegen Blomberg wollen sich die Vipers – auf unserem Bild Sarah van Gulik und Johanna Stockschläder (vorne) – in Sachen Einstellung wieder besser präsentieren. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Zuletzt lief es bei der HSG Bad Wildungen in der Handball-Bundesliga nicht besonders – und das gerade zu dem Zeitpunkt, als nach dem Sieg gegen Celle das rettende Ufer greifbar nahe schien. Doch nach den Niederlagen in Trier und in Leverkusen sind die Vipers wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nun wartet am Sonntag das Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe (16 Uhr, Ense-Sporthalle).

Ausgerechnet jetzt reist so etwas wie die Mannschaft der Stunde an. Vor der Saison hätte man im Lager der Vipers Blomberg mit Sicherheit als einen Gegner auf Augenhöhe bezeichnet. Aber ist der Gast das? Derzeit eher nicht, denn Blomberg hat einen Lauf. Drei Siege in Folge feierte das Team, zuletzt am Mittwoch beeindruckte das Team von Trainer André Fuhr mit einem ungefährdeten 30:20-Erfolg in Leverkusen. „Mich wundert es auch, dass Blomberg so eine souveräne Runde spielt“, hat Vipers-Trainerin Tessa Bremmer eine Menge Respekt vor dem Tabellensiebten, der mit 14:12 Punkten den Klassenerhalt praktisch schon in der Tasche hat und somit als Favorit in die Ense-Halle reist.

Jene 14 Punkte sind auch das Ziel von Bremmer, doch davon scheint ihr Team nach den zuletzt gezeigten Leistungen ein Stück entfernt. Auch in Leverkusen kritisierte Bremmer wieder die Einstellung ihrer Spielerinnen. Bislang war das die Stärke der HSG und die ging genau zu dem Zeitpunkt verloren, als die Vipers erstmals als Favorit in Trier antreten mussten.

„Ist Kopfsache“

Warum? „Das ist Kopfsache“, ist Bremmer überzeugt, die plötzlich grundlegende Sachen wie Kämpferherz, gegenseitiges Anfeuern und Aufbauen auf dem Feld vermisst. „Stattdessen lassen wir zu schnell die Köpfe hängen, verlieren Ruhe und Übersicht“, hat die Trainerin erkannt und fügt hinzu: „Je mehr Druck wir kriegen, desto schwieriger wird es für uns.“

Oder anders gesagt: Ihre besten Leistungen haben die Vipers gezeigt, als sie unbekümmert aufspielen konnten. Um wieder die abhanden gekommene Sicherheit in die Aktionen zu bekommen, sei gegen Blomberg vor allem ein guter Start wichtig. Im Angriff brauche ihr Team Übersicht und Ruhe. „Lange Angriffe bis zur klaren Chance“, lautet Bremmers Ansage, die um die Stärken der Blombergerinnen im Tempospiel weiß. „Wenn wir geduldig spielen, ist Blomberg in der Abwehr zu knacken.“ Mit gelungenen Aktionen in der Offensive würde dann auch die Abwehr wieder zur zuletzt vermissten Kompaktheit zurückfinden, ist die Trainerin überzeugt.

Zumindest personell plagen die Vipers keine Sorgen. Gegen Blomberg stehen alle Spielerinnen im Kader.

Von Thorsten Spohr

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