Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen gastiert bei Sportunion

Vipers auswärts in Neckarsulm gefordert - Trainerin Bremmer hofft auf Überraschung

Die Werferin genau im Blick: Torhüterin Manuela Brütsch (rechts) bei der 31:35-Niederlage im Hinspiel im Siebenmeterduell mit Lynn Knippenborg von der NSU.
+
Die Werferin genau im Blick: Torhüterin Manuela Brütsch (rechts) bei der 31:35-Niederlage im Hinspiel im Siebenmeterduell mit Lynn Knippenborg von der NSU.

Als „extrem schwierig“ sieht es Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer an, mit ihrem Team bei der Neckarsulmer Sport-Union zu punkten. Dabei ist die Partie am Sonntag, 2. Mai (17 Uhr), in der Ballei-Sporthalle wohl von den ausstehenden Begegnungen der auf Rang zwölf stehenden HSG gegen vier der sechs Topmannschaften der 1. Frauenhandball-Bundesliga noch die leichteste Aufgabe.

Bad Wildungen - Eine leichtere Aufgabe für Bad Wildungen nicht nur, weil die NSU von diesem Quartett Sechster ist, sondern auch weil die zwölftplatzierten Vipers in der Vergangenheit gegen das Team von Trainerin Tanja Logvin oft gut aussahen.

Bei der 31:35 (19:15)-Niederlage im Hinspiel am 30. Januar führten die Vipers sogar schon mit 19:13 (28.), um dann nach einen 3:13-Negativlauf noch gegen die keineswegs übermächtige Sport-Union zu verlieren. Dies lag neben der Vielzahl der Fehler im Angriff auch an den Lücken in der offensiven Vipers-Abwehr. „Neckarsulm ist in der Breite und im Tor mit Sarah Wachter und Isabel Gois sehr gut besetzt. Sie haben eine erfahrene Mannschaft, wobei mich ihr Tabellenplatz wegen ihres Etats und ihres Kaders nicht überrascht“, sagt Bremmer. „Das Spiel wird auch deshalb schwer für uns, weil sich Neckarsulm noch für die internationalen Plätze qualifizieren will. Andererseits haben wir im Hinspiel gesehen, dass wir auch gegen sie gut aussehen können“, fügt sie an.

„Mindestens eine Überraschung“ will sie mit ihrer Mannschaft in dieser Saison noch schaffen, nachdem die Vipers bisher noch gegen keines der sechs besten Teams der Liga punkten konnten. Zuletzt zeigte die HSG bei den Niederlagen gegen den elftplatzierten SV Union Halle-Neustadt (23:28) und bei der auf Platz vier stehenden TuS Metzingen (27:37) enttäuschende Vorstellungen.

Alle haben Lust

„So wollen wir die Saison nicht abschließen. Alle haben Lust bei uns wieder zu spielen, nachdem sie in der Spielpause neue Energie getankt haben“, sagt Bremmer nach der Verlegung der Partie gegen Dortmund wegen Coronafällen beim Spitzenreiter auf den 12. Mai. Sie hofft nach den vergangenen zwei Partien auf eine deutliche Leistungssteigerung ihres Teams um Kapitänin Manuela Brütsch.

Weil der Klassenerhalt der HSG so gut wie feststeht, wird Aushilfslinksaußen Miranda Schmidt-Robben absprachegemäß fehlen. Bremmer geht sogar davon aus, dass ihre langjährige Teamkollegin, die im Hinspiel ihr zweites Comeback für die Vipers gab, in dieser Saison „gar nicht mehr“ zum Einsatz kommen wird.

Portugiesische Nationalspielerin wieder dabei

Als „sehr gute Alternative“, so die Trainerin zur zuletzt schwächelnden Linksaußen Anna-Maria Spielvogel, steht Bremmer in Neckarsulm die gelernte Rückraumspielerin Maria Ines Da Silva Pereira zur Verfügung, nachdem die portugiesische Nationalspielerin nach ihrer Ellenbogenverletzung in den Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft im Dezember in Spanien gegen Deutschland (27:32/23:34) und ihre HSG-Teamkollegin Annika Ingenpaß ihr Comeback gegeben hatte. „Maria verstärkt uns auch im Rückraum in der Breite“, sagt Bremmer.

„Das wird nicht leicht für uns. Bad Wildungen hat eine wahnsinnig gute Mannschaft“, sagt Tanja Logvin und bescheinigt ihrer Trainerkollegin Tessa Bremmer „unglaublich gute Arbeit“. Als Stützen bei den Vipers sieht die frühere Weltklassespielerin die Rückraumkräfte Jana Scheib und Maxime Struijs an und attestiert Kreisläuferin Annika Ingenpaß überschwänglich „Weltklasse“ bei ihrem Nationalmannschaftsdebüt beim 32:27-Sieg in Portugal gespielt zu haben. Auch vor HSG-Torfrau Manuela Brütsch hat Logvin viel Respekt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.