Für Wildungens Trainerin zählen keine Ausreden mehr

HSG Bad Wildungen bei Absteiger Kurpfalz Bären: Vipers brauchen Erfolgserlebnis

Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Munia Smits (rechts) hat die Leverkusenerin Mariana Ferreira Lopes versetzt.
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Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Munia Smits (rechts) hat die Leverkusenerin Mariana Ferreira Lopes versetzt.

„Wir brauchen ein Erfolgserlebnis“, sagt Trainerin Tessa Bremmer vor dem Spiel der HSG Bad Wildungen bei den Kurpfalz Bären in der Handball-Bundesliga der Frauen.

Bad Wildungen - Nach zuletzt 0:6 Punkten ist für den Tabellen-Elften, die Vipers aus Bad Wildungen, am Samstag 27. März (18 Uhr, Neurotthalle Ketsch) beim Schlusslicht ein Sieg Pflicht. „Wir müssen zwei Punkte holen, auch weil wir uns lange nicht belohnt haben. Wir haben ein Muss-Gefühl zu gewinnen“, sagt Bremmer über das Spiel beim Tabellen-16., der nur eine Zweitligalizenz für die nächste Saison beantragt hat und damit bereits als erster Erstligaabsteiger feststeht.

„Das Spiel müssen wir gewinnen, egal wie. Da gibt es keine Ausreden mehr. Für uns zählen nur zwei Punkte“, sagt Annika Ingenpaß, auch weil die Kreisläuferin weiß, dass die Vipers in den folgenden letzten sechs Saisonspielen nur noch am Ostersamstag gegen den Zwölften SV Union Halle-Neustadt Favorit sind, während sie danach auf fünf der sechs Topteams der Liga treffen. Mit acht Punkten und 85 Treffern Vorsprung auf Göppingen auf Relegationsplatz 13 ist der Vorsprung der Vipers zwar noch sehr komfortabel und sollte auch für eine ruhige Restsaison ausreichend sein.

Nicht in Negativspirale

Doch nachdem es die HSG zuletzt bei der 28:32 (12:17)-Niederlage gegen Frisch Auf nach einer sehr schwachen Leistung versäumt hat, endgültig für klare Verhältnisse zu sorgen, sollten dies die Südwaldeckerinnen mit einem Sieg in Ketsch unbedingt nachholen und es so vermeiden, in eine Negativspirale zu geraten.

Nachdem ihr Team nach zuvor sechs Spielen in 16 Tagen nach der Begegnung gegen Göppingen am 13. März endlich wieder durchatmen konnte, sei ihre Mannschaft „extrem heiß“, sich in Ketsch „ein Erfolgserlebnis zu holen“, sagt Bremmer.

Bei diesem Unterfangen muss die HSG-Trainerin aber für den Rest der Saison auf Rückraumspielerin Maria Ines Da Silva Pereira verzichten, die sich gegen Göppingen zu allem Überfluss den rechten Ellenbogen ausgekugelt hatte. Die notwendige Magnetresonanztomographie (MRT) steht laut Bremmer immer noch aus, „weil die Schwellung an ihrem Ellenbogen immer noch zu groß ist.“ Vor allem in der Abwehr ist der Ausfall der Portugiesin ein herber Verlust für die HSG, bei der in der Deckung nun Aushilfe Sabine Heusdens mehr gefordert sein könnte.

Am Kreis die Wahl

Während Bremmer in der Startformation wie zuletzt mit Maxime Struijs (Mitte), Munia Smits (halblinks), Jana Scheib (halbrechts) und den Außen Anna-Maria Spielvogel (links) und Vanessa Plümer plant, hat sie am Kreis die Wahl zwischen der zuletzt aus (abwehr-)taktischen Gründen weniger berücksichtigten angriffsstarken Ingenpaß und Defensivspezialistin Maxi Mühlner und im Tor zwischen Stammkeeperin Manuela Brütsch und Lea Schüpbach. Das Schweizer Duo ist wegen der erfolgreichen Qualifikation der Eidgenössinnen für die Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft am Dienstag bester Laune aus Weißrussland zurückgekehrt.

„Wir werden Ketsch nicht unterschätzen, auch weil wir uns schon im Heimspiel gegen sie, als sie uns mit der der siebten Feldspielerin überrascht haben, schwer getan haben“, sagt Bremmer in Anspielung auf den umkämpften 32:30 (15:14)-Erfolg am 14. November. Gegen die „seit Jahren eingespielte Mannschaft“, so Bremmer, ihres Trainerkollegen Adrian Fuladdjusch verloren die Bad Wildungerinnen im Vorjahr sogar in Ketsch mit 27:30, was sie aktuell unbedingt vermeiden wollen.

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