Trainerin Tessa Bremmer ist nach 24:26 sauer

Bad Wildungen verliert in der Handball-Bundesliga bei Schlusslicht Celle

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Torhüterin am Boden: 26 Mal musste Manuela Brütsch in Celle hinter sich greifen, die Enttäuschung über die Niederlage beim Schlusslicht ist der Bad Wildunger Keeperin deutlich anzumerken.

Celle. Die HSG Bad Wildungen hat es verpasst, auch die letzten theoretischen Zweifel in Sachen Klassenerhalt auszuräumen.

Beim bisherigen Schlusslicht SVG Celle unterlagen die Vipers mit 24:26 (13:17). Während die Cellerinnen dank der zwei Punkte die Abstiegsränge wieder verließen und neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen, war man im Lager der Vipers enttäuscht.

Allerdings: Drei Spieltage vor dem Saisonende hat die HSG weiterhin beruhigende fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone und kann am Samstag mit einem Sieg im Heimspiel über Trier endgültig das Ticket für eine weitere Erstligasaison buchen.

Tessa Bremmer war auch einen Tag nach dem schwachen Auftritt ihrer Mannschaft noch spürbar angefressen. „Das war eine katastrophale Leistung von uns“, redete die Vipers-Trainerin Klartext. „Wir hatten im Video gesehen, was wir beim knappen Sieg im Hinspiel alles falsch gemacht haben und wollten es besser machen. Leider haben wir alles noch viel schlechter gemacht.“

In Celle haperte es in allen Mannschaftsteilen. In der Abwehr fehlte die Aggressivität. „Wir standen nicht kompakt“, kritisierte Bremmer, die sich schon im ersten Durchgang selber einwechselte, um der Defensive mehr Stabilität zu geben. Dass ihr Team nach dem 5:5 über ein 6:11 mit einem 13:17 in die Pause ging, konnte aber auch sie nicht verhindern. Dazu hatte Torhüterin Manuela Brütsch einen schwachen Tag erwischt.

Auch im Angriff lief es ebenfalls nicht rund. Gegen die offensive Deckung Celles wollten die Vipers mit viel Bewegung ohne Ball Lücken reißen. Doch das gelang nicht. Immer wieder suchten die Bad Wildungerinnen unvorbereitet Eins-gegen-ein-Situationen, das machte es der Celler Deckung recht einfach.

Im zweiten Abschnitt waren die Vipers vor allem in der Schlussphase zwar mehrfach nah am Ausgleich, fallen wollte dieser allerdings nicht mehr, obwohl nun auch die Gastgeberinnen mehr und mehr Fehler machten.

„Ich bin enttäuscht und sauer“, unterstrich Bremmer, die die Vorstellung im Training am Montag noch einmal ansprechen will. Klar ist: „Aus so einem Spiel kannst du nur lernen, dass man immer mit 100 Prozent spielen muss“, so Bremmer. Genau diese 100 Prozent sollen ihre Spielerinnen spätestens am Samstag im Heimspiel gegen Trier wieder zeigen.

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