HANDBALL-BUNDESLIGA FRAUEN

Vipers unterliegen beim Thüringer HC mit 26:31 - nur in der Schlussphase stark

Ziehkräfte im Zweikampf: Verena Oßwald von der HSG Bad Wildungen (rechts) versucht, Asli Iskit (Thüringer HC) aufzuhalten.
+
Ziehkräfte im Zweikampf: Verena Oßwald von der HSG Bad Wildungen (rechts) versucht, Asli Iskit (Thüringer HC) aufzuhalten.

Beim favorisierten Thüringer HC musste Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen Vipers eine 26:31-Niederlage hinnehmen. Die Wildunger Trainerin Tessa Bremmer war nur mit der Darbietung ihres Teams in der Schlussphase zufrieden.

Bad Langensalza – Ihre Fans saßen in der Salzahalle und drückten der Nummer 81 des Thüringer HC die Daumen: die Jungs Leo (7) und Jari (2), die Schwiegereltern. Eigentlich hätten auch die Eltern von Miranda Schmidt-Robben mit da sein sollen. Einer ihrer größten Anhänger saß außerdem auf der Bank, auf der Bad Wildungens allerdings. Verständlich, dass der sich deswegen weniger über den 31:26 (16:9)-Sieg des THC freuen konnte.

Der Haussegen hinge jedoch nicht schief, sagte Miranda Schmidt-Robben. Gerade hatte die Niederländerin im THC-Aushilfseinsatz zum ersten Mal gegen ihren Heimatverein gewonnen. Und mithin gegen ihren Mann Thomas Schmidt. Er ist Physiotherapeut der Vipers, die zwar in der Partie am Samstag noch einmal aufkamen, aber chancenlos blieben.

Neun Jahre im Vipers-Trikot

„Schade“, sagte die THC-Linksaußen. Es klang durch, dass sie nach neun Jahren im Vipers-Trikot ein bisschen mitleidet, wenn es nichts zu holen gibt. „Aber heute habe ich mich gefreut. Wir mussten auch gewinnen“, sagte sie nach dem ungefährdeten wie verdienten THC-Sieg.

Ein Erfolgserlebnis hatte sich auch Tessa Bremmer für ihr an zwölfter Stelle liegendes HSG-Team gewünscht. Besonders, nachdem sie mit ihren Vipers den Thüringer HC im Mai noch beinahe mit einem Remis überrascht hatte. Von einem knappen Ausgang waren die Bad Wildungerinnen dieses Mal weit entfernt. „In den ersten 40 Minuten haben wir nicht annähernd die Leistung abgerufen, die ich erwarte“, monierte die HSG-Trainerin. Lediglich das Schlussdrittel gefiel.

In dem schien auch Jolina Huhnstock auf Touren gekommen zu sein: so wie mit ihren zwei späten Tore (21:27; 24:30). „Wir haben aber von Anfang bis Ende an versucht, Gas zu geben“, sagte die 20 Jahre alte Kreisläuferin. Sie wechselte im Sommer vom THC zu den Vipers.

Offensive Deckung wirkt nicht

Die Wildunger offensive Deckung gegen Kerstin Kündig wirkte jedoch nicht. Angeführt von Asli Iskit, die in Summe sieben Mal traf, sowie von Labrina Tsakalou und Dominika Zachova mit jeweils sechs Toren schuf der THC bis zum 16:6 (27.) klare Verhältnisse.

Bis dahin war der HSG wenig gelungen. Dass der Vorsprung nach dem 16:6 (27.) durch unnötige Ballverluste schmolz, ärgerte THC-Coach Herbert Müller ebenso wie die Nachlässigkeiten in der zweiten Hälfte. Insgesamt drei Mal lag sein Team mit zehn Treffern vorn, machte den Vipers aber immer wieder Mut. Die Hessinnen nahmen die Einladung an. Zweimal verkürzten sie mit drei Toren in Folge auf 14:21 (44.) sowie 20:26 (52.). Am Ende stand ein Minus von fünf Toren. „Ich denke, dass deutlich mehr drin gewesen wäre“, sagte Tessa Bremmer mit Blick auf die Steigerung. Die zweite Hälfte war an ihre Vipers gegangen. Die haben nun drei Wochen Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten. (Steffen Ess)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.