Handball-Erstligist HSG Bad Wildungen spricht mit Sponsoren

Bundesligist Vipers: Geschäftsführer Gimpel ist optimistisch

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Hofft auch nächste Saison so frei zum Wurf zu kommen: Bad Wildungens Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte), die die Bietigheimerin Angela Malestein (links) versetzt hat und das Tor von Dinah Eckerle ins Visier nimmt.

Bad Wildungen - Trotz der Coronakrise sieht Geschäftsführer Uwe Gimpel der nächsten Saison von Frauenhandball-Erstligist HSG Bad Wildungen Vipers optimistisch entgegen.

„Wir haben mit allen wichtigen Sponsoren gesprochen. Dabei haben diese uns alle zugesagt, dass sie uns Stand jetzt weiter unterstützen werden“, sagt der Geschäftsführer der Vipers. Somit geht er davon aus, dass die Südwaldeckerinnen damit „zwei Drittel“ ihres Budgets bereits zusammen haben. „Natürlich werden wir daran arbeiten, weiter Kosten einzusparen“, fügt Gimpel.

Diesbezüglich konnte er sich darüber freuen, dass Trainerin Tessa Bremmer, Torwartcoach Detlef Kleinmann und Athletiktrainer Philip Eichhorn ebenso wie die Physiotherapeuten Thomas Schmidt und Franziska Merck auf Teile ihres Gehalts verzichtet haben. „Sie haben sich super kooperativ gezeigt“, sagte Gimpel. Er zeigte sich auch angetan davon, dass die Spielerinnen, die sich derzeit individuell fithalten, signalisiert haben, „zu Gesprächen über finanzielle Änderungen“ bereit zu sein.

„Es ist supertoll, dass in dieser Situation, bei der es ums Überleben und die Zukunft geht, alle an einem Strang ziehen“, sagt Gimpel. Dabei ging Miranda Schmidt-Robben, die wegen der Suspendierung und des anschließenden Abgangs der tschechischen Rechtsaußen Anna Frankova zum Schweizer Erstligisten Rot-Weiss Thun im vergangenen Januar nach über eineinhalbjähriger Pause ihr Comeback gegeben hatte, mit gutem Beispiel voran. So hat die 33-jährige Außenspielerin ihren eigentlich noch bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag zum 30. April 2020 aufgelöst.

Gimpel geht davon aus, dass der Etat des Erstligazwölften, der mit 300000 Euro über das kleinste Budget in der Klasse verfügt, im ab dem 1. Juli 2020 beginnenden Wirtschaftsjahr noch niedriger ausfallen werden wird.

Es sei erneut konservativ kalkuliert worden. Deshalb habe er wenig Sorge, „dass es kritisch wird bei uns für die nächste Saison“, sagt auch der Vipers-Mitgesellschafter Simon Hallenberger. Die für alle Klubs übliche Ausfallbürgschaft über 50000 Euro für die Lizenz zur nächsten Spielzeit habe der Verein hinterlegt.

„Selbst wenn sich die Rahmenbedingungen auch für unsere Bundesliga ändern, erwartet ich keine Nachforderungen zur Lizenzerteilung“, sagt Hallenberger.   mit gs

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