1. Handball-Bundesliga, Frauen: Chance im Tempospiel

Bad Wildunger Vipers reisen Samstag nach Berlin

Sie treffen am Samstag wieder aufeinander: Laura Vasilescu (Bad Wildungen) und Christine Beier (Berlin) – unser Bild entstand beim Zweitligaspiel im Februar. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Noch ein Spiel, dann steht für die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen die WM-Pause an. Am Samstag reisen die Vipers in die Bundeshauptstadt und treffen dort auf die Füchse Berlin. Beim Duell der beiden Aufsteiger liebäugelt man im Lager der HSG mit einem oder gar zwei Punkten.

Zumal die Füchse derzeit gerade einmal einen Punkt mehr auf dem Konto haben als Bad Wildungen und zuletzt eine überraschende Niederlage in Celle eintecken mussten. Ganz so rund wie erhofft läuft es in der Hauptstadt noch nicht.

Angriffspunkte für die Vipers sieht Zoltan Bartalos somit einige. Der Ungar, der für Tessa Bremmer das Team betreuen wird, glaubt, dass seine Mannschaft der kommende Gegner von der Spielweise her liegen wird. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Bartalos in der Vipers-Defensive. „Wir müssen ähnlich gut und aggressiv stehen wie zuletzt gegen Metzingen.“ Da hatte seine Mannschaft vor Wochenfrist eine famose Leistung gezeigt und gegen ein Spitzenteam kompakt gestanden.

Das wäre auch in Berlin wichtig, denn aus dieser Abwehr will die HSG schnelle Angriffe laufen. Gerade dort hat Bartalos Schwächen bei Berlin ausgemacht. „Sie haben in der Rückzugsbewegung Probleme, laufen oft unsortiert zurück“, sieht der Vipers-Trainer dort Chancen, dass sein Team einfache Tore erzielen kann. „Das wäre gerade auswärts wichtig“, unterstreicht Bartalos, der natürlich auch weiß, dass sein Team im Positionsangriff Probleme hat.

Das wurde zuletzt auch gegen Metzingen deutlich. Wobei Bartalos das Grundproblem erkannt hat und in dieser Woche auch seiner Mannschaft vor Augen geführt hat. „Wir spielen zu statisch“, so der Coach, der in Berlin den kompletten Kader an Bord hat. Was er damit meint? Gegen Metzingen blieben die Überraschungsmomente seiner Spielerinnen in der Offensive aus. „Jede hat versucht, ihre Position zu halten“, erklärt Bartalos, der nun fordert: „Wir müssen mehr kreuzen oder lange Übergänge spielen, um die Abwehr in Bewegung zu bekommen.“

In der Abwehr muss sein Team vor allem auf die starke linke Angriffsseite der Berlinerinnen aufpassen. „Da haben sie mit Natalie Augsburg und Laura Steinkamp zwei herausragende Spielerinnen“, weiß auch Bartalos. Auch vor Spielmacherin Anna Eber und Christine Baier auf der rechten Rückraumposition hat er Respekt. „Da müssen wir auf der Hut sein, dass wir aggressiv stehen und keine Löcher in der Abwehr zulassen.“ Zudem liege eine Berliner Stärke im Spiel über den Kreis. Gelingt an der Spree ein Punktgewinn, hätten die Vipers ihr Soll im ersten Saisondrittel erfüllt. Nach dem Spiel folgt eine Woche Urlaub, dann geht es in die Vorbereitung auf die restliche Runde.

Die wird hart, und eines unterstreicht Bartalos: „Im Januar muss die Mannschaft topfit sein.“ Denn gleich zu Jahresbeginn warten mit Celle (10.1.) und Trier (17.1.) direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. „Da müssen wir unbedingt punkten, wenn wir die erste Liga halten wollen.“ (tsp)

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