Handball-Bundesliga Frauen: Vipers 20 Minuten lang ebenbürtig

HSG Bad Wildungen unterliegt bei Titelfavorit Dortmund mit 28:36

Stärkste Viper: Die Bad Wildunger Halbrechte Jana Scheib (Mitte), hier auf unserem Archivbild im Heimspiel gegen die Kurpfalz Bären.
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Stärkste Viper: Die Bad Wildunger Halbrechte Jana Scheib (Mitte), hier auf unserem Archivbild im Heimspiel gegen die Kurpfalz Bären.

Zum Restart der 1. Handball-Bundesliga nach der Europameisterschafts-Pause kassierte die HSG Bad Wildungen am Mittwoch die erwartete Niederlage. Bei Titeltopfavorit Borussia Dortmund verloren die Vipers mit 28:36 (12:19).

Dortmund - Die Gäste aus Bad Wildungen hielten bis zum 11:12 nach 20 Minuten noch erstaunlich gut mit der Borussia mit. „Bis dahin haben wir super gespielt“, sagte HSG-Trainerin Tessa Bremmer, die trotz der Niederlage mit ihrem Team, das sich über weite Strecken gut aus der Affäre gezogen hatte, „insgesamt zufrieden war“.

In der Sporthalle Wellinghofen hatten die ohne Maria Ines Da Silva Pereira (OP Syndesmoseband), Vanessa Magg (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Maxi Mühlner (Coronainfektion) und Marieke Blase (Quarantäne) angetretenen Gäste zunächst nicht nur gut mitgehalten, sondern lagen nach acht Minuten sogar noch mit 6:5 in Führung. Die Wildungerinnen, bei denen Bremmer auf einen Abwehr-/Angriffwechsel verzichtete, spielten beim hohen Favoriten unbelastet auf und lieferten sich mit dem BVB einen munteren Schlagabtausch.

Starke Jana Scheib

Angeführt von der der starken Halbrechten Jana Scheib, „sie hat sehr stark gespielt, bis ihr die Kräfte ausgingen“, so Bremmer, die mit der Halblinken Munia Smits bis zur 13. Minute den Abwehrinnenblock bildete, war Bad Wildungen die über fünfeinhalbwöchige Spielpause nicht anzumerken. So sah sich Dortmunds Trainer André Fuhr zu einer frühen Auszeit gezwungen. Die zeigte Wirkung.

Nach zwei Fehlern der für Smits nach einer Zeitstrafe eingewechselten Larissa Platen und drei Treffern der pfeilschnellen spanischen Nationallinksaußen Jennifer Gutierrez Bermejo führte die Borussia mit 9:6 (13.). Mit ihrer direkt folgenden Auszeit brachte Bremmer ihre Mannschaft aber wieder auf Kurs. Trotz zweier Fehlwürfe der schwachen Platen schlugen die Vipers nach dem 8:10 (16.) zurück und glichen nach einem Siebenmeter von Spielmacherin Maxime Struijs, die alle acht Strafwürfe sicher verwandelte, und einen Tempogegenstoß von Kreisläuferin Annika Ingenpaß zum 10:10 (17.) aus.

BVB mit elf Gegenstoßtoren

Nach dem 12:11 (20.) be-strafte der BVB die Abschlussschwäche der Gäste, bei denen Struijs abbaute und die drei Halblinken Smits, Platen und Sabine Heusdens „nicht gut waren“, so Bremmer, mit seinen insgesamt elf Gegenstoßtoren vor der Pause gnadenlos und zog auf 17:11 (24.) davon, bevor Alina Otto mit dem 12:17 (27.) die fast siebenminütige Torflaute der Gäste beendete.

War die Partie schon beim 19:12 zur Halbzeit entschieden, drohte der HSG beim 21:12 (33.), dem 27:17 (43.) und dem 31:20 (51.) ein Debakel, was die Vipers aber nicht zuließen. „Wir haben in der normalen Abwehr überraschend gut gestanden, weil wir wohl 18 Tore durch Tempogegenstöße kassiert haben“, analysierte Bremmer nach dem Spiel mit „Höhen und Tiefen“ treffend.

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