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Nach 27:34 gegen Thüringen: Die Luft für Bad Wildungen wird dünner

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Von: Jürgen Heide

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Die Bad Wildungerin Anika Hampel (Zweite von rechts) kommt gegen die Thüringerin Annika Meyer zum Wurf, während deren Teamkolleginnen Anika Niederwieser (links) und Jennifer Rode (Zweite von rechts) die Szene ebenso beobachten wie Viper Jolina Huhnstock. Szene aus dem Spiel der Handball-Bundesliga der Frauen zwischen der HSG Bad Wildungen und dem Thüringer HC, Saison 2021/22, Sporthalle Edertal in Bergheim.
Abgezogen: Die Bad Wildungerin Anika Hampel (Zweite von rechts) kommt gegen die Thüringerin Annika Meyer zum Wurf, während deren Teamkolleginnen Anika Niederwieser (links) und Jennifer Rode (Zweite von rechts) die Szene ebenso beobachten wie Viper Jolina Huhnstock. © Matthias Lange

Nach der 27:34-Niederlage gegen den Thüringer HC hat sich die Lage für die Bad Wildunger Vipers in der Handball-Bundesliga der Frauen verschärft.

Bergheim – Als nach der ernüchternden 27:34 (12:17)-Niederlage gegen den keineswegs übermächtigen Thüringer HC der Schlusspfiff ertönte, setzte sich die Bad Wildungerin Kira Schnack ausgepumpt auf den Boden der Sporthalle in Bergheim. Zusammen mit der eingewechselten Halblinken Verena Oßwald war die schnelle Rechtsaußen, die 60 Minuten durchgespielt hatte, die einzig überzeugende Spielerin bei der enttäuschenden HSG.

„Das war einfach schlecht. Anders kann man das nicht sagen“, brachte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer die katastrophale Vorstellung ihrer Mannschaft auf den Punkt, die es versäumte, sich etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg aus der Handball-Bundesliga zu verschaffen.

Durch den überraschenden 26:23 Erfolg der Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten über Neckarsulm hat sich die bedrohliche Lage der auf Relegationsplatz 13 stehenden Südwaldeckerinnen noch verschärft. „Der Druck ist dadurch noch größer geworden“, gab Bremmer vor dem Kellerduell zwischen dem Schlusslicht und der HSG am Mittwoch zu.

Die Befürchtungen, dass die Vipers nach der unglücklichen 30:31-Niederlage gegen Dortmund ein schwächeres Spiel zeigen würden, bestätigten sich. „Es war schnell zu sehen, dass der Fokus bei uns nicht da war. Es hat von Anfang an vorne und hinten nicht gepasst“, ärgerte sich Bremmer, die nach zwölf Minuten (3:7) bereits ihre drei schwachen Rückraumspielerinnen Maxime Struijs, Munia Smits und Jana Scheib durch Marike Blase, Verena Oßwald und Anouk Nieuwenweg ersetzt hatte.

Nach dem 6:8 (15.) setzte sich das Team von Trainer Herbert Müller bis auf 17:11 (29.) ab. Zu diesem Zeitpunkt hatte auf Linksaußen schon Julie Hafner die erneut schwache Thea Oby-Olsen abgelöst (22.), war aber ebenso ein Ausfall wie die Norwegerin. Wie Hafner zahlte auch die dritte Spielmacherin Anika Hampel, die nach 22 Minuten für die blasse Blase gekommen war, in der Abwehr Lehrgeld gegen die erfahrenen Gästespielerinnen. Im Angriff konnte die Ex-Mainzerin jedoch einige Akzente setzen. „Sie hat mit Höhen und Tiefen gespielt“, bilanzierte Bremmer.

Das galt auch für Nieuwenweg, die gleich sieben Fehlwürfe, darunter drei Siebenmeter zu verzeichnen hatte. Auch die eingewechselte Torfrau Lea Schüpbach brachte kaum eine Hand an den Ball, sodass der THC keine Mühe hatte, auf 27:17 (47.) davonzuziehen.

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