Titelverteidiger in Bestbesetzung

Domstadt-Cup in Fritzlar mit den HSG Bad Wildungen Vipers: Vorfreude auf die Fans

Vorbereitung traditionell am Strand: Vanessa Blümer (im Vordergrund) und die Vipers trainierten fleißig im niederländischen Egmond aan Zee. 2
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Vorbereitung traditionell am Strand: Vanessa Blümer (im Vordergrund) und die Vipers trainierten fleißig im niederländischen Egmond aan Zee. 2

Die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers nehmen als Titelverteidiger am Domstadt-Cup in Fritzlar teil. „Wir spielen aber nicht auf Sieg“, bremst Tessa Bremmer die Erwartungen.

Bad Wildungen – Die Vipers-Trainerin erhofft sich von den Duellen mit den starken Ligakonkurrenten wie Buxtehude vor allem spieltaktische Erkenntnisse: „Deshalb ist das Turnier perfekt für uns.“ Denn der Wettbewerb markiert den Beginn der handballtaktischen Vorbereitung des Erstligisten. Noch vor wenigen Tagen arbeitete die Mannschaft im niederländischen Egmond aan Zee an der Nordseeküste eifrig, um sich die konditionellen und physischen Grundlagen für die kommende Saison zu schaffen. Neben Dünenläufen, Ausdauer- und Krafttraining standen aber auch Teambuilding-Maßnahmen auf dem Programm.

Fünf junge Neuzugänge

Denn immerhin hat Bremmer fünf Neuzugänge zu integrieren. „Das Trainingslager hat uns zusammengeschweißt. Wir hatten extrem viel Spaß, haben aber auch sehr hart gearbeitet“, bilanziert die 38-Jährige. Die von einem „Umbruch“ nicht sprechen will, weil die Stammsieben der vergangenen Saison zusammengeblieben ist. Das Grundgerüst des letztjährigen Tabellenelften bilden weiterhin die 37-Jährige Manuela Brütsch im Tor sowie die Rückraumspielerinnen Maxime Strujs und Jana Scheib, Kreisläuferin Annika Ingenpaß als deutsche Nationalspielerin und Linksaußen Anna-Maria Spielvogel.

Mit den reaktivierten Routiniers Miranda Schmidt-Robben und Sabine Heusdens (beide nun endgültig Karriereende) sowie Vanessa Magg, Alina Otto (beide Ziel unbekannt), Maria Ines da Silva Pereira (zurück nach Portugal) und Maxi Mühlner (Buxtehude) haben die Vipers dennoch viel Erfahrung verloren. „Wir haben uns verjüngt und einige neue Talente geholt“, betont Bremmer. Darunter die hochveranlagte 17-jährige Junioren-Nationalspielerin Annika Hampel (Mainz) oder die 20-jährige Spielmacherin Leonie Patorra (Bietigheim). Der älteste Neuzugang, Verena Oßwald, ist gerade einmal 22 Jahre alt.

Alle 16 Spielerinnen sind fit

Das Turnier ist für die Vipers aber noch aus anderer Sicht ein Höhepunkt, gibt es den Kurstädterinnen doch nach fast einem Jahr ohne Zuschauer, die Chance, sich vor den eigenen Fans in der Nachbarschaft zu präsentieren. „Für uns ist das fast das Wichtigste“, sagt Bremmer.

Personell kann die Frohnatur aus dem Vollen schöpfen, alle 16 Spielerinnen sind fit. „Deshalb werden wir ordentlich Tempo gehen“, verspricht die Niederländerin. Die Neuzugänge werden demnach genug Möglichkeiten haben, ihre Trainerin sowie die Zuschauer von ihren handballerischen Qualitäten zu überzeugen. Dann könnte auch die Titelverteidigung gelingen – sie wäre der dritte Domstadt-Cup-Sieg für Bremmer nach 2015 und 2019. Ähnlich erfolgreich war in Fritzlar nur Borussia Dortmund, das den Titel 2016, 2017 und 2018 gewann. (Marcel Glaser)

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