Handball-Bundesliga: Vipers gehen stark ersatzgeschwächt ins Spiel gegen Blomberg

„Dürfen nicht verlieren“

Fällt Ruta Latakaite aus, dann dürfte sie beim Spiel in Blomberg wohl wieder auf die Spielmacherposition rücken: Tessa Cocx (HSG Bad Wildungen). Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Es ist der Tag der Entscheidung. Wenn morgen um 16.30 Uhr in Blomberg die Partie der Handball-Bundesliga zwischen den Frauen der HSG Blomberg/Lippe und der HSG Bad Wildungen angepfiffen wird, dann wissen alle Beteiligten, was auf dem Spiel steht. Es geht um die Teilnahme an den Playoffs.

Das weiß nicht nur Kreisläuferin Tessa Cocx: „Es ist das letzte Spiel, in dem wir es selbst in der Hand haben, in den Playoffs zu bleiben. Wir dürfen nicht verlieren.“

Wenn das so einfach wäre. Denn just vor dem wichtigen Spiel haben die Vipers mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Neben der langzeitverletzten Cristina Mihai bangen die Südwaldeckerinnen um weitere Spielerinnen – allen voran Ruta Latakaite.

Die Regisseurin der Vipers kehrte mit einem Muskelfaserriss in der Wade des Sprungbeins nach Bad Wildungen zurück. Bis gestern hatte sie nicht trainieren können. Ob sie in Blomberg spielen kann, scheint sehr ungewiss. Angeschlagen ist ebenfalls Kreisläuferin Andrea Willimann, auch Sabine Heusdens musste aufgrund einer leichten Zerrung zuletzt ein wenig kürzer treten.

Trainer Markus Berchten konnte so unter der Woche seine Mannschaft kaum auf das wichtige Spiel vorbereiten. „Es sind so viele angeschlagen, dass ein normaler Trainingsablauf nicht möglich ist“, sagte der Coach der Vipers. „Unsere medizinische Abteilung versucht alles, damit wir ein konkurrenzfähiges Team aufbieten können.“

Fällt Latakaite aus, wird wohl Tessa Cocx die Rolle als Spielmacherin übernehmen. Die Holländerin, die von 2005 bis 2007 in Diensten der Blombergerinnen stand, unterstreicht: „Dieses Spiel wird über den Kampf entschieden. Wer den größeren Willen hat, der wird sich durchsetzen.“

Nicht nur bei Geschäftsführer Dirk Ex war die Stimmung angesichts der personellen Sorgen getrübt. Mit einer fitten Ruta Latakaite im Rücken hatten sich die Vipers in Blomberg gute Chancen ausgerechnet. Ein Sieg würde den Vipers einen gehörigen Vorteil verschaffen, da der Konkurrent aus Ostwestfalen in den letzten beiden Spielen mit Leipzig und Frankfurt/Oder zwei schwere Aufgaben hat und den Abstand wohl kaum noch aufholen könnte.

Dazu wäre ein Erreichen der Playoffs auch finanziell für die Vipers wichtig. Ex rechnet bei einem weiteren Heimspiel gegen ein Spitzenteam mit Einnahmen in Höhe von gut 10 000 Euro aus Kartenverkauf und Catering. „Das Geld könnte ich richtig gut gebrauchen“, unterstrich der Geschäftsführer. (ppp/tsp)

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