Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen mit Heimvorteil im Kellerduell 

Ein Vipers-Sieg ist Pflicht - Gegner sind die Kurpfalz Bären

+
Das Tor im Blick: Auf ähnlich freie Bahn wie hier gegen Bietigheim und Torfrau Dinah Eckerle (rechts) hofft Bad Wildungens Kreisläuferin Maxi Mühlner morgen gegen die Kurpfalz Bären.

Bad Wildungen. Die Ausgangslage ist klar: Alles andere als ein Sieg am Samstag (19 Uhr, Ense-Halle) über die Kurpfalz Bären wäre für die HSG Bad Wildungen zu wenig, um beruhigt ihrer weiteren Erstligazukunft entgegenblicken zu können.

Bei einem Erfolg im Kellerduell des Zwölften gegen den Tabellen-14. würde es „eine Riesenparty geben und wir könnten viel Frust abbauen“, sagt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer.

„Eine Niederlage wäre richtig bitter, aber auch dann würde es weiter gehen“, fügt die Niederländerin an. Doch sie weiß auch, dass dann die Chancen der Südwaldeckerinnen auf die sechste Erstligasaison nach dem Wiederaufstieg im Frühjahr 2014 deutlich gesunken wären.

Natürlich versucht die 36-Jährige auch mit der Aussage, „den Druck gibt es bei Ketsch genauso“, die mentale Belastung von ihrer Mannschaft wegzuhalten. Doch insgeheim weiß sie auch, dass das nicht möglich ist. Da hilft es auch nicht, dass die Vipers bei der 27:29-Niederlage bei der HSG Blomberg-Lippe von den schwachen Schiedsrichtern Denis Regner und Julian Koppl sowie dem völlig überforderten Kampfgericht, mit Zeitnehmer Cord Mohrhoff und Sekretär Dirk Schwier, um mehr als ein Tor gebracht worden sind.

All das ist am Samstag egal, wenn es für Manuela Brütsch und Co. in dieser Saison endlich zu beweisen gilt, dass sie nach dem 27:30 im Hinspiel und dem 26:30 gegen den Vorletzten 1. FSV Mainz 05 auch Spiele unter Druck gewinnen können. „Die Art und Weise der Niederlage in Blomberg war krass und der Frust ist immer noch groß“, sagt Bremmer und hofft, dass ihr Team die Emotionen in eine gute Leistung gegen Ketsch umsetzen kann.

Dass der Verein auf einen Einspruch verzichtete, habe die Mannschaft akzeptiert. Ein Einspruch hätte bei einer Niederlage bis zu 4000 Euro kosten können, zudem habe der befragte Anwalt die Erfolgsaussichten, einen spielentscheidenden Regelverstoß nachzuweisen, nur auf 50 Prozent beziffert.

„Ketsch spielt extrem lange Angriffe und ist sehr eingespielt“, sagt Bremmer über den Aufsteiger, der mit einer 3:2:1-Deckung agiert, die es zu knacken gilt. Die Vipers-Trainerin ist sich sicher: „Wenn wir eine gute Leistung zeigen, werden wir gewinnen, weil wir besser besetzt sind.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.