1. Handball-Bundesliga, Frauen: Bad Wildungen reist heute zum Thüringer HC

„Eine ganz andere Liga“

Ein hartes Stück Arbeit wartet auf die Vipers beim Deutschen Meister: Unser Bild aus dem Hinspiel zeigt ein Duell zwischen Petra Nagy gegen Kerstin Wohlbold (links) und Danick Snelder (rechts). Foto: Hedler

Bad Wildungen. Fünf Niederlagen in Folge haben die Bad Wildunger Bundesligahandballerinnen wieder mitten in den Abstiegskampf katapultiert. Und nichts deutet darauf hin, dass sich dies am heutigen Mittwoch ändert: Ab 19.30 Uhr wartet kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister und Tabellenführer Thüringer HC auf die Vipers. Die Frage nach dem Favoriten stellt sich dabei nicht.

Das sieht auch Tessa Bremmer so. „Die Chancen, da zu punkten, sind eher utopisch“, gibt sich die Trainerin der HSG realistisch. Auch wenn der Thüringer HC nicht mehr die Übermannschaft der beiden vergangenen Jahre ist und schon fünf Minuspunkte kassierte, verfügt der THC über zahlreiche Nationalspielerinnen in seinen Reihen. Und: „Jede Position bei denen ist doppelt besetzt“, unterstreicht Bremmer.

Das ist bei ihrem Team bekanntlich anders – und das könnte in den kommenden Tagen zum Problem werden. Denn der Spielplan meint es nicht sonderlich gut mit den Vipers. In sieben Tagen steht der Aufsteiger vor drei Spielen: Am vergangenen Sonntag Oldenburg (32:38), heute beim Thüringer HC und am Samstag das Duell gegen Koblenz/Weibern. Und wieder nur vier Tage später folgt Spiel vier, wenn am Mittwoch, 4. März, Leipzig anreist. „Der Spielplan passt uns gar nicht“, ist Bremmer mit den Partien unter der Woche nicht zufrieden.

Überhaupt geht bei den Vipers der Blick auf den Samstag, wenn das Kellerduell gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern ansteht. Da ist ein Sieg Pflicht, auch vor dem Hintergrund, dass die Vipers im März drei Wochen spielfrei sind und der Konkurrenz tatenlos zuschauen müssen. „Gegen Koblenz müssen wir Gas geben“, stellt Bremmer klar.

Und das hat Auswirkungen auf das Gastspiel heute in Bad Langensalza. Wie auch in Oldenburg dürften alle Spielerinnen gegen den Deutschen Meister genügend Einsatzzeiten bekommen. Denn das Motto heißt Kräfte schonen, zumal einige Spielerinnen aufgrund von Erkältungen immer noch geschwächt sind. Auch eine offensive Abwehrvariante, wie im Hinspiel (28:36) gezeigt, dürfte wenn nur phasenweise gespielt werden – denn diese ist laufintensiv und kostet viel Kraft. „Wir sehen die Partie gegen den THC eher als Testspiel. Wir wollen uns für Koblenz einspielen und dafür Selbstvertrauen holen“, stapelt Bremmer tief und fügt hinzu: „Thüringen ist eben eine ganz andere Liga.“

Von Thorsten Spohr

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.