Handball-Bundesliga

Bad Wildungen mit Befreiungsschlag gegen Koblenz

Umarmungen, wo man hinschaut: Die Spielerinnen der Vipers feierten nach dem wichtigen Heimsieg über Koblenz/Weibern ausgelassen. Foto: zmp

Bad Wildungen. Die Spielerinnen feierten ausgelassen am Mittelkreis, Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel tanzte vor dem Fanblock, die Fans spendeten eifrig Beifall.

Nach dem 32:25 (16:10)-Sieg der HSG Bad Wildungen gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern fiel bei den Südwaldeckerinnen nicht nur ein Stein der Erleichterung vom Herzen. Nach sechs Niederlagen in Serie entfernten sich die Vipers wieder der bedrohlich nah gekommenen Abstiegszone.

„Bei uns ist der Frust der vergangenen Wochen abgefallen“, war auch Trainerin Tessa Bremmer mächtig erleichtert. Und sie fügte mit Blick auf ihre feiernden Spielerinnen hinzu: „Das ist ein geiles Gefühl.“

Eines ist Bremmer dank des beherzten Einsatzes ihrer Spielerinnen erspart geblieben: ihr eigenes Comeback auf dem Feld. Zur Überraschung Vieler tauchte die Trainerin elf Monate nach ihrer schwangerschaftsbedingten Pause unter ihrem Mädchennamen Cocx als Spielerin im Kader auf – für den Notfall. „Wenn es richtig scheiße gelaufen wäre, dann hätte ich bereit gestanden“, sagte die Niederländerin. „Aber ich hatte den Mädels schon gesagt: Spielt gut, damit ich sitzen bleiben kann.“

Ihre Spielerinnen taten alles, damit Bremmer auf der Bank sitzen bleiben konnte. Die Vipers zeigten vor 700 Fans die beste Saisonleistung in der heimischen Ense-Halle. Nach etwa zehn Minuten legten die Gastgeberinnen ihre anfängliche Nervosität ab und zogen ab dem 8:7 kontinuierlich davon. Kurz nach der Halbzeit war das Spiel beim 20:10 längst entschieden.

Und sie zeigten all das, was Bremmer ihren Spielerinnen in den vergangenen Wochen nahe gebracht hatte. Die Abwehr unterbrach früh die Koblenzer Aktionen - ungemein aggressiv, aber nie unfair. Damit wurde den Gästen schnell jeder Nerv geraubt. „Wir haben gegen diese Abwehr den Kopf verloren“, musste Caslav Dincic, Trainer der Vulkan-Ladies, zugeben.

Auf der anderen Seite stellten die Vipers auch ihre Spielfreude unter Beweis. Neben einigen Tempogegenstößen hebelten Bremmers Spielerinnen die Koblenzer Deckung immer wieder durch sehenswerte Spielzüge aus. „Wir haben heute endlich gezeigt, was wir seit Monaten trainieren. Man sieht, dass wir eine gute Mannschaft sind“, war auch die starke Spielmacherin Sarah van Gulik zufrieden. Und Bremmer ergänzte: „Man hat heute gesehen, wie einfach es sein kann, Tore zu erzielen, wenn man geduldig spielt und in die Lücken geht.“

Neben van Gulik überzeugte ebenfalls Kreisläuferin Nadja Bolze. „Sie hat die Lücken gut genutzt. Das war geil“, bekam die fünffache Torschützin von van Gulik ein Sonderlob. Für Bolze wäre ein Comeback von Bremmer, ebenfalls Kreisläuferin, übrigens kein Problem gewesen. „Tessa trainiert seit zwei Wochen mit. Gerade bei den vielen Spielen in den letzten Tagen wäre das eine Hilfe gewesen. Ich war froh, dass sie bereit gestanden hätte, wenn mir die Kraft ausgegangen wäre.“

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