1. Handball-Bundesliga: Bad Wildungen reist am Samstag zum Schlusslicht Celle

Wer ersetzt Cristina Mihai?

Nach dem Ausfall von Cristina Mihai lastet auf ihren Schultern noch mehr Verantwortung: Sabine Heusdens – hier im Hinspiel gegen Renee Verschuren. Foto: zxo

Bad Wildungen. Schon am Samstag kann die HSG Bad Wildungen die letzten Zweifel am Erreichen ihres primären Saisonziels beseitigen. Gewinnt der Handball-Bundesligist seine Partie bei dem SVG Celle, können die Vipers auch theoretisch nicht mehr auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Anpfiff der Partie beim noch punktlosen Tabellenschlusslicht ist um 19.30 Uhr.

Im Mittelpunkt steht beim Auswärtsspiel aber die Frage, ob und wie die HSG das Fehlen von Cristina Mihai kompensieren kann. Die Rumänin zog sich im Pokalspiel gegen die SVG vor zwei Wochen einen Riss des Syndesmosebandes zu und wird zwei bis drei Monate fehlen.

Somit fehlt im rechten Rückraum eine Spielerin, die in den vergangenen Jahren gesetzt war und ohne die man sich die Vipers bislang nicht vorstellen konnte.

Was genau sich Trainer Markus Berchten ausgedacht hat, will der Schweizer nicht verraten. „Wir haben einige Varianten ausprobiert. Aber wie unsere Angriffsformation letztlich aussieht, das will ich nicht öffentlich machen“, so der HSG-Trainer. Optionen wären die Montenegrinerin Jovana Jovovic oder Rechtshänderin Sabine Heusdens. Auch Ruta Latakaite könnte zeitweilig auf die Mihai-Position ausweichen, ebenso Neuzugang Esther Meyfarth.

Die 21-Jährige, die im Januar vom Zweitligisten Borussia Dortmund in ihre nordhessische Heimat zurückkehrte, feiert morgen bei ihrem Comeback auf jeden Fall ihr Bundesliga-Debüt. „Esther wird spielen. Aber auf welcher Position, das wird man sehen“, sagt Berchten.

Der bleibt seiner bekannten Devise treu, die er bisher als HSG-Trainer vor jedem seiner sieben Pflichtspiele ausgegeben hat. „Wir konzentrieren uns nur auf dieses eine Spiel. Wir wollen gewinnen. Danach können wir darüber reden, ob wir noch um die Playoffs mitspielen können“, sagt der Schweizer.

Seine Spielerinnen hätten die vergangene Woche genutzt, um an der Athletik zu arbeiten, bevor in den letzten Tagen die taktische Feinjustierung auf Celle im Mittelpunkt gestanden hätte.

Auf der linken Außenbahn kann der Trainer der Vipers wieder voll auf Miranda Robben setzten. Die 25-jährige Holländerin hat eine Fußverletzung auskuriert und wird in Celle auf Linksaußen beginnen. „Miranda ist topfit und strotzt vor Selbstbewusstsein. Sie brennt wie wir alle darauf, den dritten Bundesligasieg in Folge einzufahren“, sagt Berchten über seine Kapitänin.

Sein Team könne auch ohne Cristina Mihai gewinnen, wenn es so gut verteidige wie im Pokalspiel gegen Celle. Gefragt sind diesbezüglich natürlich auch starke Leistungen der Torfrauen Petra Diener und Julia Gronemann – beide hinterließen zuletzt einen starken Eindruck. (ppp)

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