Erster Heimsieg perfekt Vipers schlagen Celle 26:24

Energisch durchgesetzt: Jana Pollmer von der HSG Bad Wildungen erzielt den neunten Treffer der Vipers, Maria Kiedrowski (links) und Renee Verschuren (beide Celle) können es nicht verhindern. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Der Knoten zu Hause ist geplatzt: Im fünften Anlauf haben die Bad Wildunger Vipers den ersten Heimsieg in der Handball-Bundesliga gefeiert.

Im Aufsteigerduell gegen den SVG Celle gelang ein hart erkämpfter 26:24 (11:13)-Heimsieg und der ist im Kampf gegen den Abstieg Gold wert. „Das Spiel war nicht sehr gut von uns, aber solche Spiele muss man einfach gewinnen“, freute sich Trainerin Tessa Bremmer.

Bei den Vipers stand Rückkehrerin Miranda Schmidt-Robben in der Startformation - allerdings auf Rechtsaußen. Annika Busch rückte überraschend auf die rechte Rückraumposition. Zu Beginn gaben die Gastgeberinnen den Ton an. Und sie hatten mit Laura Vasilescu die überragende Spielerin der Anfangsphase in ihren Reihen. Bis zum 7:5 (16.) erzielte die Rückraumspielerin alle Tore der Vipers, sei es durch Aktionen aus dem Spiel oder Siebenmeter.

Erst als die Gäste in der Abwehr personell umstellten, Silvia Szücs spielte nun gegen Vasilescu, bekam Celle den Bad Wildunger Angriff besser unter Kontrolle. Der bekam nun gegen Ende der ersten Hälfte mächtig Probleme. Den Vipers fiel nicht mehr viel ein, besonders die rechte Seite entwickelte zu wenig Druck.

Da änderte auch die Einwechselung von Jana Pollmer im rechten Rückraum nur wenig. Celle machte aus dem 6:7-Rückstand auch dank einiger Tore von Kreisläuferin Evelyn Schulz eine 13:10-Führung, ehe Vipers-Kreisläuferin Nadja Bolze kurz vor dem Seitenwechsel wieder auf zwei Treffer verkürzte.

Im zweiten Durchgang brachte Trainerin Tessa Bremmer mit Petra Nagy die angestammte Kraft im rechten Rückraum. Die Vipers starteten gut und glichen durch zwei Vasilescu-Tore schnell zum 13:13 aus, vergaben allerdings in der Folge in einem nun sehr fahrigen Spiel mehrfach gute Chancen, in Führung zu gehen. Erst Nagy (39.) brach nach einem Tor über die zweite Welle mit dem 15:14 den Bann.

Das Spiel wogte nun hin und her, wobei die Fehlerquote auf beiden Seiten sehr hoch war. Auf Vipers-Seite fehlte in dieser Phase eine Spielerin, die Ruhe in die Aktionen brachte. Ballgewinne der HSG verpufften wirkungslos, weil die Vipers zahlreiche schnelle Angriffe zu hektisch ausspielten.

Beim 19:19 (46.) handelte sich Nagy dann ihre dritte Zeitstrafe ein und musste mit Rot vom Feld (47.). Alles schien nun auf einen Celler Sieg hinauszulaufen, zumal die Gäste mit 22:20 in Front gingen.

Doch die Vipers kämpften jetzt verbissen und legten vier Minuten vor dem Ende wieder eine 24:22-Führung (58.) vor. Als Laura Vasilescu das 25:23 erzielte und Manuela Brütsch gegen Renee Verschuren parierte, war der erste Heimsieg unter Dach und Fach.

„Am Ende haben wir die Ruhe bewahrt, was zwischenzeitlich nicht immer so war. Aber so ein Spiel gewinnt man über den Kampf und das haben wir gut gemacht“, so Bremmer.

Von Thorsten Spohr

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