Handball-Pokal HSG Bad Wildungen in Defensive geschwächt

Vipers erwarten im Achtelfinale Halle-Neustadt - Ausfall Pereiras wiegt schwer

Sie fehlt im Pokalspiel gegen Halle-Neustadt: Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte), hier im Spiel gegen Buxtehude, ist verletzt.
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Sie fehlt im Pokalspiel gegen Halle-Neustadt: Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte), hier im Spiel gegen Buxtehude, ist verletzt.

Seine eigenen Gesetze soll der Pokal haben – auch im Handball. Trifft das auch auf die Partie der HSG Bad Wildungen am Samstag (7. November, 19 Uhr) gegen den SV Halle-Neustadt zu?

Bad Wildungen - Das ist doch nur eine Phrase, oder? „Nein, da ist schon was dran“, meint Tessa Bremmer, Trainerin des Bundesligisten HSG Bad Wildungen Vipers, der im Achtelfinale des DHB-Pokals auf den Bundesligakonkurrenten SV Halle-Neustadt treffen.

Aber was steht drin in diesen Gesetzen? „Etwa, dass man bereit ist, in diesem einen Spiel mehr Risiko zu gehen“, meint Bremmer. Wenn die riskantere Spielweise klappt, kann eine Mannschaft auch über sich hinauswachsen. Das hat der Buxtehuder SV bewiesen, der am vergangenen Mittwoch den noch ungeschlagenen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund mit 26:25 aus dem Pokalwettbewerb gekegelt hat.

Knöchelverletzung im Training

Genau dieses Buxtehuder Team haben die Vipers vor zwei Wochen im Ligaspiel besiegt – mit einer herausragenden Maria Ines Da Silva Pereira. Ausgerechnet sie wird gegen Halle aber nicht auflaufen. „Sie hat sich leider im Training eine Knöchelverletzung zugezogen“, berichtet Bremmer.

Das bedauert die Trainerin sehr, nicht nur wegen Pereiras Tordrang, sondern vor allem wegen ihrer Defensivqualitäten. Bremmer ist seit der Verletzung von Vanessa Magg auf der Suche nach einem gut harmonierenden Innenblock und meinte in Pereira dieses Problem halbwegs gelöst zu haben.

Jetzt heißt es für die Vipers-Trainerin, dass sie den Defensivverbund schon wieder umstellen muss. Daher ist sie insgeheim froh über dieses Pokalspiel, das somit auch ein wenig zum Testspiel wird. „Ich bin da ganz ehrlich, Pokal ist mir nicht so wichtig wie die Liga“, betont die Trainerin. „Das heißt aber nicht, dass wir dieses Spiel nicht ernst nehmen, wir wollen natürlich eine Runde weiterkommen.“ Bremmer hat aber viel Vertrauen in ihren Kader. „Wir haben noch genug andere qualitativ gute Spielerinnen, die nach dem Ausfall von Maria ihre Chance nutzen können.“

SV Halle jetzt stärker

Der SV Halle-Neustadt lag den Wildungerinnen bisher recht gut, aber die Mannschaft von Trainer Jan-Henning Himborn hat an handballerischer Stärke zugelegt. Die Vipers-Siegesserie riss im März dieses Jahres, als das Heimspiel mit 22:27 verloren ging. Beide Mannschaften haben vermutlich wenig Geheimnisse voreinander, denn sie kennen sich gut, weil sich ihre Wege auch in der Vorbereitungszeit immer mal wieder kreuzen.

Der Aufsteiger spielt bislang eine gute Saison und liegt auf Tabellenplatz sieben. „Sie haben ihren Kader vor allem in der Breite gut verstärkt“, lobt Bremmer. Daher weist sie die Favoritenrolle für ihre Mannschaft von sich. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe und die Tagesform wird über den Sieg entscheiden.“ Neben Pareira und Magg hat sie alle Spielerinnen an Bord.

Von Reinhard Schmidt

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