Extrem schwieriges Spiel steht für die Vipers an

Ist angeschlagen – genauso wie Laura Vasilescu: die Bad Wildungerin Cristina Mihai. Foto: Kasiewicz

Bad Wildungen. „Wir sind zwar nicht chancenlos, aber es wird für uns extrem schwierig werden, in Buxtehude zu punkten", sagt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer vor dem heutigen Spiel (19.30 Uhr, Schulzentrum Nord, Hansestraße) beim Pokalsieger.

Ihre Aussage begründet Bremmer neben der „langen Fahrt“ nach Norddeutschland auch damit, dass der BSV wegen seiner „sechs guten Rückraumspielerinnen“ über eine „extrem gute Aufbaureihe“ verfüge, sehr viele Erfahrung und ein lautstarkes Publikum habe. „Das ist eine gute Mannschaft ohne Stars.“

Dass der BSV derzeit nur Neunter ist, führt sie auf das schwierige Auftaktprogramm des Vizemeisters zurück, während ihr Team wegen der leichteren Startgegner auf Rang sechs stehe. „Die Tabelle hat für mich erst nach der ersten Saisonhälfte Aussagekraft“, sagt Bremmer, die in Buxtehude Bestbesetzung aufbieten kann.

Vasilescu angeschlagen

Zwar sind ihre Rückraumkräfte Cristina Mihai und Laura Vasilescu wegen Schulterproblemen aus dem Göppingen-Spiel (28:26) angeschlagen, doch werden die beiden Routiniers „auf jeden Fall dabei sein, auch wenn sie nicht hundertprozentig fit sind“, so Bremmer. Im Fall von Mihai könnte das dazu führen, dass Anouk Nieuwenweg statt der Rumänin im rechten Rückraum beginnt. Auf halblinks wird Ligatorschützenkönigin Vasilescu anfangen, deren Verletzung weniger ausgeprägt ist als die von Mihai. Sollte sich aber im Spiel abzeichnen, dass die Vipers bei der Mannschaft von Trainer Dirk Leun keine Chance haben, wird Bremmer vor dem Hintergrund, dass die HSG vier Spiele in elf Tagen zu bestreiten hat und die Partie gegen Schlusslicht Füchse Berlin am Samstag davon die wichtigste Begegnung ist, ihre angeschlagenen Spielerinnen schonen.

Noch nicht entschieden hat sich die 32-Jährige, ob sie auf linksaußen wie zuletzt Miranda Schmidt-Robben oder Johanna Stockschläder beginnen lässt. „Nach dem Spiel gegen Göppingen, bei dem ‚Miri‘ nicht so glücklich agiert hat, während ‚Stocki‘ ihren Wert bewiesen hat, ist der Konkurrenzkampf noch enger geworden“, sagt Bremmer und ergänzt: „Buxtehude spielt sehr körperbetont. Es ist schwierig, gegen sie Tore aus dem Spiel zu machen, weil sie eine sehr starke Abwehr haben.“ Deshalb hofft die HSG-Trainerin, dass ihre Mannschaft gegen den BSV zu Ballgewinnen und leichten Toren durch Tempogegenstöße kommt.

„Es wird für uns aber schwierig werden, gegen sie das Tempo 60 Minuten hoch zu halten“, sagt Bremmer, wegen des breiten BSV-Kaders, und hofft dennoch, dass die Vipers als Außenseiter mit der nötigen Lockerheit für eine Überraschung sorgen können. (jh)

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