Fehler konsequent bestraft 

Handball-Bundesliga, Frauen: Buxtehuder SV zeigt Bad Wildungen die Grenzen auf

Kaum ein Durchkommen: Petra Nagy (Bad Wildungen, Mitte) wird von Jana Podpolinski (links) und Randy Bülau (rechts, beide Buxtehuder SV). Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Diesmal waren die Bad Wildunger Vipers gegen ein Spitzenteam der Handball-Bundesliga ohne Chance. Gegen den Tabellenführer Buxtehuder SV verloren die Bad Wildungerinnen mit 21:35 (10:19), nachdem das Team vor drei Wochen den HC Leipzig noch am Rand einer Niederlage hatte.

Die Vipers konnten vor 550 Zuschauern nur in der Anfangsphase einigermaßen mithalten. Nach dem 1:2 (4.) trafen Petra Nagy und Annika Busch zum 3:2 für die Bad Wildungerinnen (7.). Dies sollte aber deren einzige Führung im gesamten Spiel bleiben.

Denn in der Folge häuften sich bei den Vipers die Fehler im Angriff. Zu harmlos agierte die HSG vor dem BSV-Tor, auch im Abschluss klappte es überhaupt nicht. Zehn Fehlwürfe in der ersten Halbzeit musste Trainerin Tessa Bremmer von der Bank aus mitansehen.

Und die bestrafte Buxtehude konsequent per Tempogegenstoß, vor allem über die starke Nationalmannschafts-Linksaußen Lone Fischer, die bis zum Seitenwechsel schon acht Treffer erzielte. Auch zwei Auszeiten von Bremmer änderten am Spielverlauf wenig, Buxtehude baute den Vorsprung über ein 6:3 (11.) und 14:6 (20.) bis zum Seitenwechsel auf 19:10 aus.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich an der Überlegenheit der Gäste nur wenig, wobei deren Trainer Dirk Leun frühzeitig sein Team durchwechselte. Bad Wildungen versuchte aber, sich gegen die drohende Blamage zu stemmen und hielt den Rückstand bis zehn Minuten vor dem Ende unter zehn Treffern (19:27). Doch als in der Schlussphase die Kräfte nachließen, erhöhten die Gäste wieder zum 21:35-Endstand.

BSV-Trainer Dirk Leun war mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. „Die Mannschaft hat nach der schwachen Europacup-Vorstellung in der Türkei die Reaktion gezeigt, die ich sehen wollte.“

Tessa Bremmer dagegen kritisierte die Vorstellung ihrer Mannschaft. „Man hat gemerkt, dass wir nach drei Wochen Pause nicht im Rhythmus waren. Uns haben aber Emotionalität und Leidenschaft gefehlt, so dass wir nur 60 Prozent unseres Leitungsvermögens abrufen konnten.“ Vor dem nächsten richtungsweisenden Spiel in Göppingen fordert sie eine deutliche Steigerung: „Eine Leistung wie heute gezeigt wurde, wird auch dort nicht zu einem Sieg reichen.“

Von Peter Pfeiffer

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