HANDBALL BUNDESLIGA FRAUEN

HSG Bad Wildungen hofft in Bietigheim auf Leistungssteigerung

Durchgesetzt: Auf freie Bahn, wie hier gegen Bayer Leverkusen und Nationalspielerin Mareike Thomaier (rechts), hofft die Bad Wildunger Linksaußen Anna-Marie Spielvogel auch beim schweren Auswärtsspiel in Bietigheim.
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Durchgesetzt: Auf freie Bahn, wie hier gegen Bayer Leverkusen und Nationalspielerin Mareike Thomaier (rechts), hofft die Bad Wildunger Linksaußen Anna-Marie Spielvogel auch beim schweren Auswärtsspiel in Bietigheim.

Als krasser Außenseiter tritt die HSG Bad Wildungen am Samstag, 25. September (19 Uhr, Sporthalle am Viadukt), bei Titelfavorit SG BBM Bietigheim an.

Bad Wildungen - Damit, dass ihre auf Relegationsrang 13 stehende Vipers-Mannschaft beim Tabellenzweiten und Meisterschaftsfavoriten der Handball-Bundesliga der Frauen punkten kann, rechnet nicht einmal Trainerin Tessa Bremmer.

Die Neuzugänge Julie Hafner und Leonie Patorra werden zwar mit nach Baden-Württemberg reisen, doch im Fall der Ex-Bietigheimerin Patorra glaubt Bremmer nicht, dass die Spielmacherin nach ihrem Bruch des kleinen Zehs zum Einsatz kommen kann. „Leonie hat bei Belastung immer noch Schmerzen“, sagt die Niederländerin. Bei Hafner, die nach ihrer Kapselverletzung wieder der Mannschaft trainierte, hat Bremmer größere Hoffnung auf einen Einsatz. Die Linksaußen könnte Anna-Marie Spielvogel entlasten, die nach einer Verletzung und einer Krankheit durchwachsen in die Spielzeit gestartet ist.

Drei Auftaktniederlagen

Das gilt auch für fast das gesamte Vipers-Team, sodass Bremmer trotz der vermeintlichen Bietigheimer Übermacht nachvollziehbarerweise davon spricht, „dass wir uns auf uns fokussieren müssen“ und hofft, dass sich die Südwaldeckerinnen in Bietigheim „gut präsentieren“. Nachdem ihre Mannschaft bei den drei Auftaktniederlagen gegen Leverkusen (24:27), in Metzingen (27:35) und gegen Blomberg-Lippe (22:32) jeweils längere Schwächephasen hatte, hofft die 38-Jährige auf eine konstantere Leistung.

Dass die Vipers mit mehr Selbstvertrauen vom Spiel beim Pokalsieger zurückkehren, wäre vor den Aufgaben in der Liga gegen die mitgefährdet erscheinenden Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten (16. Oktober) und bei Union Halle-Neustadt (23. Oktober) sehr wichtig.

Auf Stammsieben setzen

Zwar will Bremmer in Bietigheim im Großen und Ganzen erst einmal weiter auf ihre Stammsieben zum Start setzen, wobei sie „kleine Änderungen“ nicht ausschließt, kann sich aber durchaus vorstellen, im Laufe der Partie „der ein oder anderen Spielerin eine Chance zu geben“.

„Von den Topmannschaften her gesehen, ist Bietigheim diejenige, gegen die wir meist gut gespielt haben“, sagt Bremmer und erinnert an das 33:34 am 3. März 2021 in Bad Wildungen, als die HSG nach einer Glanzleistung die Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch am Rand einer Niederlage hatte.

„Bietigheim hat eine saustarke Mannschaft, die müssen von ihrer Breite, ihrer Qualität und ihres Etats her Meister werden“, sagt Bremmer. Sie weiß, dass ihr Team „eine konzentrierte Leistung braucht und wir uns wenig leichte Fehler erlauben dürfen“, um nicht unter die Räder zu kommen. (Jürgen Heide)

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