Handball:Vipers scheiden im Pokal-Viertelfinale aus - Video auf www.hna.de

Gegen Bayer ohne Chance

Sie mussten die Übermacht des Bundesliga-Fünften Bayer Leverkusen anerkennen: Im Pokal-Viertelfinale war Endstation für Marie-Theres Raum, Jovana Jovovic, Petra Diener und Jessica Kleinmann (von links). Foto:  Kaliske

Bad Wildungen. Der Traum vom Final-Four-Turnier ist für die Bad Wildunger Handballerinnen ausgeträumt. Im Viertelfinale mussten die erneut stark ersatzgeschwächten Vipers eine 22:32 (9:16)-Niederlage gegen den Traditionsverein einstecken.

Die scheinbar aussichtslose Lage wirkte sich auch auf die Zuschauerzahl aus. Vielleicht 400 Fans wollten das Spiel sehen, in dem sich die Vipers für das Pokal-Halbfinale qualifizieren konnten – seit Jahren war kein Pflichtspiel der Vipers derart schwach besucht.

Dabei hätten die Bad Wildungerinnen die Unterstützung ihrer Fans bitter nötig gehabt, denn die Aufgabe gegen Bayer Leverkusen wäre auch mit der verletzten Cristina Mihai und der gesperrten Sabine Heusdens schwer geworden. Ohne die beiden war die Ausgangslage fast aussichtslos.

Und so entwickelte sich auch das Spiel. Die Gäste waren von der ersten Minute an klar überlegen und führten nach 14 Minuten mit 8:2. Erneut fehlte den Vipers im Angriff der Schwung. Es verging kaum ein Angriff, in dem die Schiedsrichter nicht passives Spiel anzeigten. Drei Tore nach 21 Minuten – wieder war die Bilanz in der Offensive alles andere als bundesligareif. „In dieser Phase hat uns Leverkusen den Zahn gezogen“, sagte Trainer Markus Berchten. „Wir haben gut gedeckt, und wenn man das macht, kann man schnell nach vorne gehen“, war Leverkusens Trainerin Renate Wolf mit ihrem Team zufrieden.

Im Unterschied zu Göppingen hatte aber auch die Bad Wildunger Deckung zu Beginn große Probleme, die Leverkusenerinnen wurden vielfach zu spät attackiert. Etwas besser wurde es erst, als Berchten Esther Meyfarth mit einer kurzen Deckung gegen Laura Steinbach betraute.

Vipers verkürzen

Dies behagte dem Bundesliga-Fünften überhaupt nicht und war Grundlage dafür, dass die Vipers neues Selbstvertrauen schöpften und zeitweise auf fünf Tore verkürzen konnten (9:14). Bei der Erwartungshaltung im Vipers-Lager vor der Partie konnte schon das als kleiner Erfolg verbucht werden.

Viel näher sollte die HSG im zweiten Abschnitt den Bayer-Elfen nicht mehr kommen, im Gegenteil: Die Gäste bauten ihren Vorsprung immer weiter aus – abgeklärt, aber ohne zu glänzen. Beim 11:21 (39.) war der Vorsprung erstmals auf zehn Tore angewachsen und er sollte bis zum Abpfiff nicht mehr groß schrumpfen.

Positiv zu vermelden aus Bad Wildunger Sicht war das gelungene Spiel von Esther Meyfarth, die in der Abwehr ordentlich spielte, sich aber auch in der Offensive mehr zutraute als noch gegen Göppingen. Sie zeigte einige beherzte Aktionen und erzielte vier schöne Tore.

Am klaren Ausgang der Partie änderte das aber auch nichts mehr. Am Ende musste die HSG eine 22:32-Niederlage einstecken. Und alle Träume von Final-Four-Turnier und Playoffs sind damit innerhalb weniger Tage ausgeträumt.

„Wir waren besser als am Samstag gegen Göppingen. Aber auch das reicht noch nicht, um in der Bundesliga zu punkten“, bilanzierte Berchten, der den Fans versprach: „In Trier werden wir wieder angreifen.“

Von Peter Pfeiffer und Thorsten Spohr

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