Handball-Bundesliga Frauen

Großer Kampf der Vipers bleibt unbelohnt: Knapper Sieg für Titelanwärter Bietigheim

Stopp: Die Bietigheimerin Xenia Smits (links) versucht Viper Maxime Struijs zu stoppen.
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Stopp: Die Bietigheimerin Xenia Smits (links) versucht Viper Maxime Struijs zu stoppen.

Trotz einer starken Leistung kassierte Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen im Heimspiel gegen Titelkandidat Bietigheim mit 33:34 eine knappe und unverdiente Niederlage.

Bad Wildungen - Als der Schlusspfiff ertönte, fielen Annika Ingenpaß und Munia Smits frustriert zu Boden, weil damit die 33:34 (17:19)-Niederlage der HSG Bad Wildungen in der Handball-Bundesliga gegen die SG BBM Bietigheim endgültig besiegelt war. Auch danach wurde auf der Bank der Vipers die ein oder andere Träne vergossen, weil eine Super-Leistung und ein großer Kampf des klaren Außenseiters gegen das Bietigheimer Starensemble unbelohnt geblieben waren.

„Die Niederlage ist extrem bitter und auch ein bisschen unverdient“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. Die Niederländerin ärgerte sich, dass die SG am Ende den Sieg über die Zeit gebracht hatte, „auch weil sie über eine Minute im letzten Angriff spielen durften“.

Nachdem die bis dahin nicht überzeugende Halblinke Xenia Smits knapp drei Minuten vor Schluss den Tabellenzweiten mit 34:33 in Führung gebracht hatte, scheiterte auf der Gegenseite ihre jüngere Schwester Munia 65 Sekunden vor dem Ende an Emily Stang Sando im SG-Tor, bevor das Team von Trainer Markus Gaugisch den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit brachte. „Ein Unentschieden wäre nicht unverdient gewesen. Wir haben den Kopf aus der Schlinge gezogen“, gab Gaugisch zu und lobte den „Willen“ der zehntplatzierten Vipers.

Bremmer stellte um

In der Ense-Halle hatte Bremmer ihre Anfangsformation gegenüber der ebenso unglücklichen 32:33 (19:19)-Niederlage am Freitag gegen die HSG Bensheim/Auerbach und dem 31:26 (15:9) am Sonntag über den TSV Bayer 04 Leverkusen auf drei Positionen umgestellt. Für Leistungsträgerin Manuela Brütsch stand Lea Schüpbach im Tor, während für Spielmacherin Maxime Struijs Marieke Blase in den Rückraum rückte. Annika Ingenpaß spielte für Maxi Mühlner am Kreis. Trotz der Umstellungen führte die HSG schnell mit 2:0 (2.) und lag auch beim 7:5 (7.) gegen den großen Favoriten überraschend noch mit zwei Treffern in Front.

Auf der Gegenseite war es in Halbzeit eins die mit einer Weltklasseleistung aufwartende Nationallinksaußen Antje Lauenroth, die mit ihren sieben Treffern und einer hundertprozentigen Wurfquote vor dem Seitenwechsel den größten Anteil daran hatte, dass Bietigheim das Spiel beim 9:7 (10.) gedreht hatte. Doch auch nach dem 8:13-Rückstand nach 16 Minuten bewiesen die Vipers Moral und kämpften aufopferungsvoll weiter, was nach dem 13:16 (20.) mit der 17:16-Führung (24.) belohnt wurde.

Schüpbach mit starken Paraden

Zu diesem Zeitpunkt hatte Bremmer längst viele Wechsel vorgenommen, wobei die HSG erneut mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugte und Schüpbach beim Hochgeschwindigkeitshandball beider Teams beim 17:19-Pausenstand sechs Paraden aufwies.

Bis zum 19:20 (34.) blieb die HSG dran, bevor Bietigheim auf 24:19 (36.) davonzog. Doch die Vipers mit der starken Miranda Schmidt-Robben gaben nicht auf und glichen über ein 29:31 (51.) beim 33:33 in der 55. Minute durch die Halbrechte Jana Scheib sogar aus, bevor der Gast das bessere Ende für sich hatte. „Wir haben alles reingehauen und super gekämpft. Die Niederlage ist extrem schade, auch weil wir am Freitag schon gegen Bensheim mit einem Tor verloren haben“, sagte Blase.

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