Handball-Bundesliga: Erleichterung bei der HSG Bad Wildungen nach erstem Heimsieg

„Haben Moral bewiesen“

Jubel im Doppelpack: Miranda Schmidt-Robben (rechts) und Nadja Bolze feiern im Spiel gegen Celle einen der Vipers-Treffer in der spannenden Schlussphase. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Als es vorbei war, herrschte in der Ensehalle Glückseligkeit. Die Fans feierten auf den prall gefüllten Rängen die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen frenetisch, die das Aufsteiger-Duell der Bundesliga gegen den SVG Celle mit 26:24 (11:13) gewonnen hatten. Perfekt war damit im fünften Versuch der erste Heimsieg der Vipers, die damit Celle und die HSG Blomberg-Lippe (20:25 gegen Metzingen) überholten.

Die Vipers sind nun mit neun Pluspunkten Tabellensiebter und haben weiter einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegszone. Da störte es auch nicht, dass die 800 Fans zuvor zwar eine spannende, aber auch eine von vielen Unzulänglichkeiten geprägte Partie gesehen hatten. „Das Spiel von uns war schlecht“, gab auch Trainerin Tessa Bremmer ohne Umschweife zu. „Aber es ist wichtig, dass du solche Spiele auch gewinnst.“

Gegen Celle bewiesen die Gastgeberinnen einmal mehr, dass sie über eine tolle Moral verfügen. Denn zu Beginn der Schlussphase schien sich alles gegen die Vipers zu wenden. Denn als Petra Nagy nach ihrer dritten Zeitstrafe das Feld verlassen musste (46.) und Celle mit zwei Toren in Front lag (20:22, 51.) glaubten nur noch wenige an einen Erfolg der Vipers.

Doch dann kam es anders und daran waren die Gäste nicht unschuldig. „Wir haben am Ende den Kopf verloren“, musste Celles Trainer Martin Kahle eingestehen. Jolanda Robben meinte: „Wir hatten das Spiel in der Hand, sind dann aber in Hektik verfallen.“

Auf der anderen Seite drehten die Vipers mit vier Toren in Folge die Partie und bogen noch auf die Siegerstraße ein. „Das Ergebnis entschädigt für unser schlechtes Spiel“, meinte die Trainerin der Vipers und lobte: „In den letzten Minuten hat die Mannschaft Moral bewiesen.“

Das fand auch Miranda Schmidt-Robben: „Wir haben als Mannschaft alles gegeben und uns den Sieg damit verdient“, so die Außenspielerin, der man bei ihrer Rückkehr nach ihrer langen Pause die fehlende Spielpraxis anmerkte.

Nadja Bolze, die nach einer Knie-Operation erst seit einer Woche wieder trainieren kann und dennoch mit ihrem halben Dutzend Treffern zu einer der Matchwinnerinnen wurde, konnte strahlen. „Dieser Sieg war ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt.“

Der nächste wichtige Schritt zum Ligaverbleib kann schon am kommenden Wochenende folgen, wenn die Vipers bei Schlusslicht Trier antreten. Wie im Vorfeld erhofft, können die Vipers mit dem Rückenwind eines Sieges und somit ohne den ganz großen Druck an die Mosel fahren. „Wir haben heute viel Selbstvertrauen getankt“, unterstrich auch Bremmer. Sie fordert: „Mit derselben Einstellung müssen wir auch nächste Woche in Trier auflaufen.“ (ppp/tsp)

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