Handball-Bundesliga, Frauen: Vipers sind ohne Chance

Bad Wildungen verliert gegen Thüringer HC 21:31

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Abgehoben: Die starke Maxi Mühlner (HSG Bad Wildungen, rechts) hat sich gegen Mikaela Mässing (Thüringer HC, links), Mia Biltoft und Alicia Stolle durchgesetzt.

Bad Wildungen. Die HSG Bad Wildungen ist nach dem 33:18-Coup beim VfL Oldenburg auf dem Boden der Tatsachen zurück. Gegen Pokalsieger Thüringer HC verlor der Tabellenzwölfte klar mit 21:31 (8:13).

„Wir haben in der ersten Halbzeit insgesamt gut gespielt, auch wenn wir da zwei Schwächephasen hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann vor allem in der Abwehr definitiv nachgelassen. Wir haben uns tapfer gewehrt, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war“, sagte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer.

Vor 600 Zuschauern in der Ense-Halle machten die Vipers zunächst da weiter, wo sie in Oldenburg aufgehört hatten. Aggressiv in der Abwehr und mit viel Tempo im Angriff zeigte Bad Wildungen ebenbürtig und drehte den 0:2-Rückstand schnell in eine 3:2-Führung durch ein Tor der starken Maria Ines Da Silva Pereira und einen Doppelschlag von Miranda Schmidt-Robben (7.).

Auch beim 5:4 durch Spielmacherin Maxime Struijs, die in der ersten Halbzeit aber auch mit vier Fehlpässen auffiel, lagen die Südwaldeckerinnen nach zwölf Minuten noch mit 5:4 in Führung. „Bis dahin haben wir sehr gut gespielt“, sagte Bremmer. Der vom Fehlwurffestival seiner Mannschaft sichtlich genervte THC-Trainer Herbert Müller hatte deshalb die grüne Karte zur Auszeit dann schon auch in der Hand, als Nationalspielerin Emily Bölk kurz vor einem Zeitspiel zum 5:5 in den Winkel des HSG-Gehäuses traf (14.).

Die Auszeit nahm dann auf der anderen Seite Bremmer, weil die Vipers den Gast durch unvorbereite Abschlüsse auf 5:8 (19.) davon ziehen ließen. Zwar kämpfte sich Bad Wildungen durch einen Doppelschlag der meist wieder im linken Rückraum aufgebotenen Spielmacherin Da Silva Pereira auf 7:8 (21.) heran, bevor der THC mit einem 6:0-Lauf auf 13:8 (30.) davon zog.

Nach dem 8:13 zur Pause, das die für Linksaußen Anna-Maria Spielvogel (Bänderriss im Ellenbogen) aufgebotene Alina Otto erzielt hatte, erhöhte der THC nach Müllers Kabinenansprache die Schlagzahl. Zwar hielten die Vipers bis zum 9:13 (31.) durch Scheib, die in der Deckung gegen die zehnfache Torschützin Beate Scheffknecht, „sie war überragend“, so Müller, große Probleme hatte, und dem 11:16 durch Heusdens in der 34. Minute noch halbwegs mit, bevor der nun mit viel mehr Tempo agierende THC locker davon zog. Nach einem 6:1-Lauf führte der THC beim 22:12 durch Almudena Rodriguez in der 44. Minute erstmals mit zehn Treffern.

Schwache Torhüter 

Thüringen ließ nun auch trotz einer Umstellung von Bremmer von der 6:0-Deckung auf eine 4:2-Abwehr und den Einsatz der siebten Feldspielerin seine ganze große Klasse aufblitzen und der HSG keine Chance, 27:14 (51.). Auch der Torwartwechsel von Bremmer von Manuela Brütsch auf Anne Bocka (35.) brachte nichts, weil die schwache zweite Keeperin nur zwei Bälle abwehren konnte. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit keine gute Torwartleistung. Fast jeder Wurf war im Tor“, sagte Bremmer.

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