Handball-Bundesliga, Frauen: Vipers reisen nach Metzingen

Schwierige Aufgabe: Jana Pollmer und die HSG Bad Wildungen reisen am Samstag nach Metzingen. Unsere Szene entstand beim Hinspiel und zeigt die Vipers-Spielerin beim Wurf gegen Barbara Leibssle-Balogh (links) und Julia Behnke. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen ist am Samstag nach zwei Wochen Pause wieder gefordert. Ab 16 Uhr tritt die Bremmer-Sieben in Metzingen an.

Wie die Stimmung zuletzt im Training war? Die Antwort von Tessa Bremmer kommt schnell. „Deutlich entspannter!“ Der Auswärtssieg vor knapp zwei Wochen in Göppingen hat im Lager der Bad Wildunger Vipers nachhaltige Wirkung hinterlassen. Der ganz große Druck beim Aufsteiger in die Handball-Bundesliga ist abgefallen, der Klassenerhalt ist in greifbarer Nähe. Die nächste Aufgabe hat es aber in sich: Am Samstag führt die Reise zum Tabellendritten nach Metzingen.

Wieder ein Gegner aus der Kategorie „Tabellenspitze“. Die TuS hat sich vor der Saison kräftig verstärkt, das zahlt sich nach Anlaufschwierigkeiten zu Saisonbeginn nun aus. Metzingen steht mittlerweile sogar vor dem HC Leipzig auf Rang drei. „Das ist eine ganz andere Qualität, die haben ganz andere Möglichkeiten“, weiß Vipers-Trainerin Bremmer um die Schwierigkeit der Aufgabe. Zumal ihre Mannschaft bislang zwar in den Spielen gegen die direkte Konkurrenz ihre Punkte sammelte, dafür aber gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte mehr oder weniger chancenlos war.

Am Samstag erneut? „Es wird mal Zeit, gegen eine solche Mannschaft zu überraschen, aber das wird extrem schwierig“, sagt die Trainerin. Zumal Metzingen für Bremmer nur schwer einzuschätzen ist. „Die sind auf jeder Position doppelt besetzt und haben viele unterschiedliche Spielertypen im Team.“

Mögliche Schwächen hat Bremmer in der Abwehr ausgemacht. „Die ist zwar ballhungrig und geht schnell nach vorne. Zur Seite schieben sie aber nicht immer gut.“ Also heißt es für ihre Spielerinnen, mit Mut in die Lücken zu stoßen, um Lücken in die Metzinger Deckung zu reißen.

Nicht zufrieden war man im Vipers-Lager mit der Vorbereitung in den Osterferien. Die Ense-Halle war wegen den deutschen Billardmeisterschaften gesperrt, das Training fand im Gustav-Stresemann-Gymnasium statt, dort durfte aber kein Harz verwendet werden. Zudem sei der Boden dort extrem rutschig gewesen. „Da musstest du fast schon Schlittschuhe anziehen“, so Bremmer, die aufgrund dieser Vorzeichen froh ist, dass kein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten auf dem Spielplan steht. Personell sind die Vorzeichen für die Partie in Metzingen gut: Tessa Bremmer steht der komplette Kader zur Verfügung.

Von Thorsten Spohr

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