Handball-Bundesliga Frauen

Bad Wildungen rückt nach Sieg über Oldenburg  auf Rang neun vor

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Starke Leistung: Sina Ritter, hier gegen Kristina Logvin, gehörte zu den auffälligsten Spielerinnen.

Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen hat über Ostern zwei weitere Heimpunkte gesammelt. Gegen Oldenburg gab es einen 35:33-Erfolg. 

 Als die überragende Sabine Heusdens per Kempa-Trick nach Pass von Anna Frankova 13 Sekunden vor Schluss zum 35:32 traf, war dies der krönende Abschluss des Bad Wildunger Erfolgs über Oldenburg. Zu diesem Zeitpunkt hatten die HSG-Fans unter den 650 Zuschauer in der Ense-Halle den packenden Schlagabtausch längst stehend verfolgt und feierten lange nach dem Schlusspfiff mit „Super-Vipers“-Rufen. Nach dem 35:33 (17:15)-Erfolg dürfte bei acht Punkten und 87 Toren Vorsprung auf den Vorletzten Halle-Neustadt der Klassenerhalt endgültig geschafft sein.

Dazu, dass die HSG auf Rang neun vorrückte, hatte neben Heusdens auch die mit acht Toren überragende Allrounderin Sina Ritter beigetragen, die auch 93 Sekunden vor Schluss das wichtige 33:30 erzielte. „Sina war extrem auffällig und ist von jeder Position durch geknallt“, sagte Tessa Bremmer über die wie entfesselt agierende Linksaußen, die auch im rechten und mittleren Rückraum gespielt hatte. Aber auch Heusdens bekam ein Lob ihrer Trainerin. „Sabi war erneut herausragend. Sie ist jetzt die Führungsspielerin, die wir die ganze Saison verzweifelt gesucht haben“, sagte Bremmer über ihre niederländische Landsfrau, die in der Schlussphase Nervenstärke bewies, als sie vier Siebenmeter zum 28:26 (48.), 29:28 (52.), 30:29 (53.) und 32:29 (57.) sicher verwandelte.

Auf der Gegenseite parierte Anne Bocka beim Stand von 28:27 (50.) den neunten Strafwurf von Schoenaker. Zudem traf die zweite Keeperin bei drei Versuchen einmal zum 22:20 (38.) ins leere Tor des VfL, der nur beim 3:2 (3.) und 13:12 (22.) geführt hatte.

Stark war bei den Vipers, die, so Bremmer, treffend „eine sehr gute Mannschaftsleistung“ zeigten, dagegen Annika Ingenpaß. „Sie hat gut gespielt und ist jetzt deutlich fitter“, lobte Bremmer die meist von Heusdens eingesetzte Kreisläuferin.

Schon beim 17:14 (28.) hatten die Vipers mit drei Treffern bei dem sehenswerten Torfestival geführt. Dass es insgesamt 14 Zeitstrafen gab, lag auch an den wenig Autorität ausstrahlenden Schiedsrichterinnen Katharina Heinz und Sonja Lenhardt. „Das Spiel war bei Weitem nicht so unfair, wie die vielen Zeitstraßen es eventuell suggerieren könnten“, sagte VfL-Trainer Niels Bötel, dessen Halbrechte Isabelle Jongenlen nach einem Foul gegen Ritter beim Stand von 32:29 (58.) und anschließendem Meckern die Rote Karte sah.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir unsere zuletzt auswärts gezeigten guten Leistungen nun auch zu Hause bestätigt haben. Wir hatten noch mehr Herzblut als Oldenburg. Was die Mannschaft mit dem kleinen Kader seit vier Wochen zeigt, übertrifft alle Erwartungen und ist schon eine krasse Leistung“, sagte Bremmer. 

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