Wildunger Handballerinnen beim Thüringer HC

HSG Bad Wildungen vor hoher Hürde zum Saisonabschluss in der Bundesliga

Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Marieke Blase (Mitte) hat sich gegen die Dortmunderinnen Merel Freriks (links) und Tina Abdullah (Zweite von rechts) durchgesetzt und nimmt unter den Augen von Borussia-Trainer André Fuhr das Gehäuse von BVB-Torfrau Isabell Roch (rechts) ins Visier.
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Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Marieke Blase (Mitte) hat sich gegen die Dortmunderinnen Merel Freriks (links) und Tina Abdullah (Zweite von rechts) durchgesetzt und nimmt unter den Augen von Borussia-Trainer André Fuhr das Gehäuse von BVB-Torfrau Isabell Roch (rechts) ins Visier.

Zum Saisonabschluss in der Bundesliga treten die Handballerinnen der Vipers HSG Bad Wildungen am Samstag, 22. Mai, beim Thüringer HC an.

Bad Wildungen – Auf „30 Prozent beziffert“ Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer die Chance der HSG, im Saisonfinale beim Thüringer HC zu punkten. „Thüringen ist der deutliche Favorit, aber wir haben zuletzt nicht so schlecht gespielt“, sagt die Niederländerin vor der Samstag-Begegnung (18 Uhr, Salza-Halle) in Bad Langensalza.

„Wir haben in den letzten beiden Spielen eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt, sagt die 37-Jährige, deren elftplatzierte Mannschaft dadurch den Tabellendritten HSG Blomberg-Lippe mit 33:28 (14:13) bezwang, bevor die Vipers bei der 30:37 (16:17)-Niederlage gegen den verlustpunktfreien Meister Borussia Dortmund bis zum 17:19 (33.) gut mithielten.

„Das Spiel wird nicht einfach für uns werden. Die werden gerade im letzten Heimspiel und weil sie in den europäischen Wettbewerb wollen, noch einmal alles geben. Der Druck liegt bei ihnen“, sagt Bremmer. „Aber wir sind nicht chancenlos und würden gerne noch eine Überraschung schaffen, nachdem wir gezeigt haben, dass wir gegen Mannschaften wie Blomberg gewinnen können und gegen Dortmund phasenweise ein gutes Spiel gemacht haben.“

Die beste Torschützin der 1. Liga

Thüringen hat mit der tschechischen Nationalspielerin Marketa Jerabkova die mit 238 Treffern beste Torschützin der 1. Frauenhandball-Bundesliga in seinen Reihen, die zugleich vor HSG-Linkshänderin Jana Scheib auch die beste Feldtorschützin der Liga ist. „Sie ist extrem torgefährlich und macht viele unerwartete Sachen. Man muss gegen sie richtig rausgehen und darf nicht auf sechs Metern stehen bleiben. Aber wir wollen uns auf uns konzentrieren“, sagt Bremmer.

Dabei war die THC-Halblinke beim 31:24 (13:15)-Sieg im Hinspiel am 16. Januar mit 14 Treffer die Matchwinnerin des Vierten. Gegen den hatte die HSG bis zum 24:26 (50.) gut mitgehalten, ehe den Vipers zu viele Fehler unterliefen, um das Team von Trainer Herbert Müller noch weiter in Bedrängnis zu bringen.

In Bad Langensalza kann Bremmer auf den gleichen Kader wie gegen Dortmund zurückgreifen, wobei Rückraumaushilfe Sabine Heusdens, die am Meniskus operiert wurde, erneut fehlen wird, „sodass sie mit keinem Abschlussspiel ihre Karriere beenden wird“, so Bremmer.

Auch um beispielsweise die in der Offensive unverzichtbare Halbrechte Scheib in der Deckung zu schonen, plant Bremmer wie zuletzt erneut zumindest teilweise mit einem Abwehr-/Angriffswechsel zwischen der Ex-Thüringerin Marieke Blase und der Nationalmannschaftsaspirantin. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wie dadurch zuletzt Gegentore bekommen haben. Zudem tut Jana die Pause gut“, sagt Bremmer.

Brütsch im Tor gesetzt

Nicht auszuschließen ist, dass sie Blase auch auf halblinks für Munia Smits spielen lässt und sich dann ein Abwehr-/Angriffswechsel erübrigt. Während Kapitänin Manuela Brütsch im Tor gesetzt ist „und anfangen wird“, so Bremmer, gilt Gleiches auch für die zuletzt starke Nationalspielerin Annika Ingenpaß am Kreis und die sich im Aufwind befindende Rechtsaußen Kira Schnack.

„Sie hat sich auch dadurch, dass sie jetzt bei uns die Siebenmeter wirft, Selbstvertrauen geholt“, sagt Bremmer über die Ex-Blombergerin, die Vanessa Plümer wieder verdrängt hat. „Die lange Saison geht nun zu Ende und wir wollen diese mit einem guten Gefühl abschließen“, hofft Bremmer auf einen versöhnlichen Rundenabschluss.

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