Die Vipers entwickeln momentan verschiedene Konzepte 

HSG Bad Wildungen erhält wie die Konkurrenz die Erstligalizenz

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Weiter in Liga eins: Maxime Struijs (Mitte), die hier von den Bietigheimerinnen Maura Visser (links) und Anna Loerper attackiert wird, und die Vipers dürfen sich über die Lizenz freuen.

Bad Wildungen - Ungeachtet der Unwägbarkeiten durch die Coronapandemie hat die HSG Bad Wildungen Vipers die Lizenz für die nächste Bundesligaserie erhalten.

Wie alle anderen 15 Antragsteller auch, hat die HSG Bad Wildungen die Spielberechtigung für die nächste Erstligasaison der Handball Bundesliga Frauen (HBF) erhalten. Auch alle 14 Antragsteller für Liga zwei erhielten von der HBF die Lizenz.

„Die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Lizenzbewerber für das Spieljahr 2020/21 konnte bei der Lizenzentscheidung nur mit ganz erheblichen Unsicherheiten in die Bewertung einbezogen werden. Aus diesem Grund müssen alle 30 HBF-Vereine ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu einem späteren Zeitpunkt der Saison durch Vorlage ausgewählter Unterlagen noch einmal nachweisen“, so die Pressemitteilung der HBF, deren Lizenzierungsausschuss aus Martin Jäger, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Axel Pick, Kaufmann und amerikanischer Wirtschaftsprüfer sowie HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt besteht.

„Mit der Lizenzerteilung ist die formale Voraussetzung für die Teilnahme an der kommenden Erstliga-Saison erfüllt, wenngleich momentan zur Durchführung der kommenden Spielzeit noch eine Menge Fragezeichen im Raum stehen: ab wann und wie die Vorbereitung und der Spielbetrieb durchgeführt wird, wie ein möglicher Spielplan aussieht, welche Optionen im Bereich Zuschauer und Ticketing bestehen“, teilten die Vipers mit.

Dazu werden zurzeit im Bad Wildunger Leitungsteam verschiedene Ansätze und Konzepte entwickelt und auf Machbarkeit geprüft. „Es ist zwar eine Menge zusätzlicher Arbeit aber umso wichtiger, mit mehreren verschiedenen Planungsvarianten in die Saison zu gehen, damit wir möglichst schnell auf die jeweilige Situation reagieren können“, sagt der Geschäftsführer.

Zudem haben die Vipers in den letzten Wochen eine ganze Menge intensiver Gespräche mit Partnern, der öffentlichen Hand und ihrem Unterstützerkreis geführt, um auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auszuloten. „Dabei haben wir eine ganze Reihe von Zusagen von unseren Partnern erhalten, dass sie uns auch in der kommenden Saison treu bleiben. Die Hoffnung ist, dass sich die abzeichnende Unterstützung durch das Land Hessen verwirklichen lässt und auch weitere Partner in absehbarer Zeit ein positives Signal geben“, sagte Gimpel. Trotz dieser grundsätzlich positiven Ausrichtung stehen noch viele weitere Gespräche auf der Agenda und es gilt zunächst die sich noch abzeichnenden Lücken im Etat mit neuen Einnahmequellen auffüllen. Dazu werden nun bis zum Beginn der neuen Spielzeit noch eine Reihe von Aktionen für Fans, Unterstützer und Partner folgen.

Zuvor konnten die Verantwortlichen in den letzten Wochen einige wichtige Stellschrauben für das am 30. Juni 2020 endende Wirtschaftsjahr einschlagen. „Wir konnten diese Woche in unserer Team-Videokonferenz der Mannschaft mitteilen, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen und Gesprächen den wirtschaftlichen Rahmen für die verbleibenden Wochen der laufenden Saison sicherstellen können“, sagte Gimpel.   red/jh

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