Handball-Bundesliga der Frauen: Tabellenführer zu Gast bei den Vipers

HSG Bad Wildungen hat als klarer Außenseiter keinen Druck gegen Dortmund

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Gibt gegen Dortmund ihr Pflichtspieldebüt: Die Bad Wildunger Rechtsaußen Vanessa Plümer (rechts), die hier Lena Sperli versetzt hat und das Gehäuse von Zugs Torfrau Laura Innes ins Visier nimmt.

Bad Wildungen. Das Weihnachtsfest ist kaum vorbei, da gilt es für die HSG Bad Wildungen: Die Vipers erwarten in der Handball-Bundesliga Tabellenführer Dortmund. 

„Wir haben viel Bock auf das Spiel. Die Halle wird nach Weihnachten sicher voll sein und wir als klarer Außenseiter keinen Druck haben“, sagt Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer über die Partie (Freitag, 19.30 Uhr, Ense-Halle) gegen Tabellenführer Borussia Dortmund. Der „unheimlich wichtige Sieg über Göppingen“ vor der Spielpause aufgrund der Weltmeisterschaft in Japan „hat bei uns für freie Köpfe gesorgt“, blickt die Niederländerin auf den 28:22-Erfolg am 16. November und die damit verbundenen ersten beiden Punkte ihres neuformierten Teams zurück.

Die 36-Jährige hofft, dass der verlustpunktlose Spitzenreiter gerade zum richtigen Zeitpunkt nach Bad Wildungen kommt. Und das auch deshalb, da der BVB mit den vier niederländischen Weltmeisterinnen Kelly Dulfer, Inger Smits, Merel Freriks und Ex-Viper Rinka Duijndam, den deutschen Nationalspielerinnen Isabell Roch und Alina Grijsells sowie der Japanerin Asuka Fujita gleich sieben Spielerinnen bei der WM dabei hatte, welche die Belastungen durch das Turnier erst einmal wegstecken müssen.

Während Außenaushilfe Josepha Kallenberg aufgehört hat und die Langzeitverletzten Vanessa Magg und Marieke Blase (beide Kreuzbandoperation) weiter fehlen werden, verzichtet Bremmer wie schon beim Blitzturnier vor knapp zwei Wochen in der Ense-Halle erneut freiwillig auf Anna Frankova. „Sie wird auch am Sonntag in Leverkusen aus vereinsinternen Gründen nicht dabei sein“, sagt Bremmer und blockte weitere Nachfragen ab.

Für die Tschechin wird Linksaußen Anna-Maria Spielvogel auf rechts beginnen, deren Position Rückkehrerin Alina Otto einnehmen wird. Sommer-Neuzugang Vanessa Plümer (Frankfurter HC) ist nach ihrer auskurierten Schulteroperation die erste Alternative auf der Rechtsaußenposition. „Sie braucht aber noch Zeit, auch weil der Sprung aus der dritten in die erste Liga sehr groß ist“, sagt Bremmer, die hinzufügt: „Um gegen Dortmund eine Chance zu haben, muss bei uns alles passen und die dürfen keinen Bock auf uns haben“, so die HSG-Trainerin.

Bremmer hofft, dass ihre Spielmacherin Maxime Struijs auf der Mitte und als Alternative zu der formverbesserten Sabine Heusdens auf halblinks ähnlich torgefährlich agiert wie beim Blitzturnier gegen Bensheim/Auerbach (21:23) und den Schweizer Erstligisten LK Zug (27:18), „bei dem sie super gespielt hat“.

Die Bad Wildunger Trainerin traut dem BVB, „die haben Spielerinnen mit viel internationaler Erfahrung“, in dieser Spielzeit sogar den Meistertitel zu. „Die haben viele Stars, denen Trainer André Fuhr schnell das Kämpfen und das Tempospiel beigebracht hat“, sagt Bremmer über das Team um die „extrem gefährliche“ polnische Linksaußen Bogna Sobiech, die mit 54 Treffern die drittbeste Torschützin in der 1. Liga ist. 

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