Handball-Bundesligist mit 31:37-Heimniederlage

HSG Bad Wildungen verliert nach schwacher Vorstellung gegen Dortmund

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Die Lücke gefunden: Die Bad Wildungerin Laura Vasilescu (Mitte) hat sich gegen die Dortmunderinnen Saskia Weisheitel (links) und Linda Mack durchgesetzt.

Bad Wildungen. Nach einer  schwachen Vorstellung musste sich die HSG Bad Wildungen in der Handball-Bundesliga der Frauen  am Mittwochabend dem BVB Dortmund mit 31:37 (12:16) geschlagen geben.

Wenn Dortmunds Torfrau Clara Woltering, die im letzten Angriff des BVB mit nach vorne gegangen war, und auch noch den Ball bekam, nicht am Pfosten gescheitert wäre, sondern ins Bad Wildunger Tor getroffen hätte, wäre das die komplette Demütigung für die HSG gewesen. Die blieb den Bad Wildungerinnen zwar erspart, doch ansonsten ging bei den Vipers gegen die Borussia fast alles schief. 

Dabei hatten die Vipers dem nicht übermächtigen Gast in der Abwehr fast keine Gegenwehr geleistet. Dass die angeschlagene Laura Vasilescu noch die beste HSG-Spielerin war, war bezeichnend für eine katastrophale Vorstellung der Südwaldeckerinnen.

„Laura hat unglaubliche Impulse gesetzt“, lobte Trainerin Tessa Bremmer die torgefährliche Rumänin, von deren Anspielen besonders Kreisläuferin Annika Ingenpaß profitierte. „Wir waren vorne teilweise richtig gut, während es hinten ein Drama war und die Abwehr sowie die Torhüterinnen richtig schlecht waren und wir Dortmund zu einfachen Toren eingeladen haben“, sagte Bremmer. Auf der Spielmacherposition hatte sie, „um mehr Torgefahr auszustrahlen“, überraschend zunächst Sabine Heusdens für Maxime Struijs aufgeboten, die aber sehr unglücklich agierte, während auf halblinks Romy Bachmann-Morf dank ihrer Trainingsleistungen in der Anfangssieben stand.

Nur beim 1:0 durch die Schweizerin (1.) führte die HSG, bevor der BVB die zahlreichen Fehlpässe der Gastgeberinnen nutzte, um nach dem 3:2 (6.) auf 7:2 (13.) davonzuziehen. Nach dem 4:9 (16.) war es die eingewechselte Vasilescu, die mit zwei Toren und zwei Vorlagen für Ingenpaß bis zum 8:9 (19.) ihr Team fast im Alleingang wieder auf Tuchfühlung brachte. Die Torjägerin war mit einem blauen Tape um ihr rechtes Knie wegen ihrer Sehnenreizung aufgelaufen. Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass der BVB bis zur Pause auf 16:12 davonzog.

Das lag vor allem an der fehlenden Aggressivität in der HSG-Abwehr. Zudem waren die schwachen Unparteiischen Katharina Heinz und Sonja Lehnhardt alles andere als Heimschiedsrichterinnen. Doch das Duo war nicht schuld, dass die HSG nach dem 12:19 (32.) sogar mit 13:21 (36.) in Rückstand geriet.

Im Angriff sah es bei der HSG, von Vasilescu abgesehen, nicht besser aus. Als Trainerin  Bremmer beim 15:23 in der 41. Minute ihre zweite Auszeit nahm, und danach erst Struijs brachte, war die Partie längst entschieden, bevor die HSG, angeführt von Struijs, nach dem 18:26 (45.) und dem 23:30 (49.) noch auf 26:30 (52.) verkürzen konnte. Doch dann ließen erneut viele Fehler Dortmund mühelos auf 35:26 (55.) davonziehen.

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