Handball-Bundesliga: Miranda Schmidt-Robben gibt sich im HNA-Interview optimistisch und freut sich auf das Spiel gegen Celle

„Ich sehe alles ein bisschen entspannter“

Jubelpose: Miranda Schmidt-Robben als Zuschauerin mit Prokurist Uwe Gimpel. Foto: Hedler

Bad Wildungen. Welch‘ ein tolles Jahr für Miranda Schmidt-Robben: Erst feierte die Handballerin mit ihrem Team, den HSG Bad Wildungen Vipers, die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Am 1. August folgte die Hochzeit mit Thomas Schmidt, dem Physiotherapeuten der Vipers, im engsten Kreis auf Schloss Waldeck, ehe am 3. September Sohn Leo zur Welt kam. Zudem gönnte sich das frisch gebackene Ehepaar ein Ferienhaus am Edersee. „Holland bleibt meine Heimat, aber Bad Wildungen ist mein zweites Zuhause“, sagt die 28-Jährige. Im Interview spricht Schmidt-Robben, die seit dem 1. Dezember wieder voll im Training ist, über ihren Sohn, die Perspektive der Vipers und ihre Rolle im Team.

Wie geht’s Leo?

Miranda Schmidt-Robben: Leo geht es sehr gut. Er entwickelt sich prima und kann schon seine ganze Hand in den Mund stecken. (lacht)

Wird er auch ein Sportler?

Schmidt-Robben: Das soll er später selbst entscheiden. Er hat jedenfalls schon einen kleinen Fußball, einen Handball und auch einen Eishockey-Puck. Er wird mit Sicherheit in der Halle und auf Sportplätzen groß werden.

Wer passt auf ihn auf, wenn Mama und Papa in der Halle sind?

Schmidt-Robben: Dann sind Oma und Opa Schmidt gefragt. Ohne die beiden könnten wir alles nicht so schaffen. Zusätzlich haben wir eine liebe Babysitterin.

Und wie haben Sie Weihnachten gefeiert?

Schmidt-Robben: Erst an Heiligabend mit Familie Schmidt und tollem Essen. Dann leider nicht in Holland, dafür aber mit meinen Eltern, meiner Schwester und ihrem Mann, der bei den Fischtown Pinguins Eishockey spielt, in Bremerhaven. Also konnten wir die Seeluft genießen.

Vor kurzem feierten Sie im Benefizspiel gegen Fritzlar ihre Rückkehr. Wie haben Sie die Partie verkraftet?

Schmidt-Robben: Am nächsten Tag hatte ich überall Schmerzen - schöne Schmerzen. Aber es war ein cooles Gefühl, endlich wieder auf der Platte zu stehen. Das Training ging dann am nächsten Tag direkt weiter. Und wir hatten noch den Test gegen die Bad Wildunger Männer.

Wie fit fühlen Sie sich?

Schmidt-Robben: Ein paar Prozent fehlen noch. Gerade in puncto Schnelligkeit und Sprungkraft. Aber das ist normal. Deswegen werde ich über die Weihnachtstage auch nicht still sitzen. Am 3. Januar fangen wir dann wieder an.

Und eine Woche später lockt das Heimspiel gegen Celle…

Schmidt-Robben: Dann geht’s gegen meine große Schwester Jolanda. Viele Leute aus dem Hause Robben werden in der Ense-Halle sein. Da freue ich mich schon drauf, seitdem der Spielplan draußen ist. Ich hoffe, ich kann dem Team dann schon wieder helfen.

Sie waren Kapitänin, jahrelang Leistungsträgerin. Wie schätzen Sie nun Ihre Rolle ein?

Schmidt-Robben: Kapitänin ist ja jetzt Manu (Torhüterin Manuela Brütsch, Anm. d. Red.). Ich weiß noch nicht, ob meine Kraft schon für 60 Minuten reichen würde. Ich muss mich erst wieder beweisen. Egal, ob auf der Platte oder der Bank, bin ich fürs Team da. Ich bin zwar Sportlerin und will immer spielen, aber ich sehe alles nun ein bisschen entspannter.

In Ihrer Abwesenheit hat Johanna Stockschläder auf Linksaußen fast immer allein gespielt. Wie hat sie das gemacht?

Schmidt-Robben: Stocki hat das sehr gut gemacht. Sie wurde ins kalte Wasser geschmissen, als ich im Februar gegen Dortmund zum letzten Mal gespielt habe. Sie hat große Schritte in ihrer Entwicklung gemacht. Ich freue mich riesig, mit ihr zusammen zu arbeiten und könnte bei Bedarf auch auf Rechtsaußen ausweichen.

Wie schwierig war es, zehn Monate nur Zuschauerin zu sein?

Schmidt-Robben: Es war ungewohnt. Aber nicht schlimm, weil ich ja nicht verletzt war, sondern aus einem positiven Grund pausiert habe. Da ich aber bei fast jedem Training und jedem Spiel in der Halle war, habe ich kaum etwas verpasst und war immer nah dran am Team. Als Leo dann auf der Welt war, hat es direkt wieder gekribbelt und ich wollte wieder spielen.

Die Vipers liegen mit sieben Punkten auf dem neunten Platz. Was geht diese Saison noch?

Schmidt-Robben: Der Klassenerhalt ist drin. Im Januar treffen wir mit Celle und Trier auf zwei direkte Kontrahenten gegen den Abstieg. Wenn wir da zweimal gewinnen würden, wäre das ein ganz großer Schritt zu unserem großen Ziel. Wichtig ist uns, dass wir uns in den Heimspielen noch besser präsentieren, denn bislang waren wir auswärts stärker.

Von Sebastian Schmidt

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